Teilen:

Kurioser Polizeieinsatz: Beliebte Milchkuh von "Milchstraße" entfernt

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (11.06.2018)

Baden, 11.06.2018

VGT verurteilt Brutalität gegen Tierschützer

Demokratiefeindlich ging es letztes Wochenende in Baden/NÖ zu. Tierschützer_innen wollten auf das Tierleid durch die Milch"produktion" hinweisen und wurden dabei von Securities und der Polizei gehindert und verletzt.

Sperrzone eingerichtet
Die VGT-Tierschützerinnen und Tierschützer wollten nahe der von der NÖM - Niederösterreichische Molkerei - organisierten Milch-Werbeveranstaltung eine Versammlung mit Infostand und Flugblätter-Verteilung abhalten. Doch die Milchindustrie war ihnen zuvorgekommen: vier Versammlungen wurden bei den Eingängen des Milchfestes bei der Versammlungsbehörde angezeigt, die daraufhin die maximale "Sicherheitszone" von 150 m festlegte. Während des Festes zeigte sich: es handelte sich nicht um tatsächliche Versammlungen, es wurden lediglich Flugblätter auf Tischen aufgelegt. Reine Schikane also, um sich vor Kritik abschotten zu können.

Fotografen bedrängt
Die Polizei ignorierte diese demokratiefeindliche Vorgangsweise, deshalb wurde von einem Tierschützer die Situation fotografisch dokumentiert. Worauf ein Sicherheitsdienstmitarbeiter begann, ihn körperlich zu bedrängen. "Die herbeigerufene Polizei weigerte sich nicht nur, die Rechte des Aktivisten zu schützen, sie schikanierte ihn sogar."

Gewalt gegen Kuh
Ein Tierschützer hatte ein Kuhkostüm inkl. großem Kuh-Kopf an. Am Rücken ein Info-Schild, in der Hand eine menschliche Puppe, einen Kälber-Saugkübel und eine Kuhglocke. So erregte er Aufmerksamkeit, die Kinder kamen wie magnetisch angezogen und wollten sich ein Flugblatt holen. Niemand wurde behindert, die Gäste der Veranstaltung fühlten sich nicht gestört, es bestand keinerlei Gefährdung. Trotzdem wurde der Tierschützer plötzlich von 5 Polizistinnen und Polizisten umstellt. Auf Verlangen zeigte er sein Gesicht unter der Maske, das war aber nicht genug.

Tritte, Beschimpfungen & "Polizeigriff"
Weil er den Ort nicht verlassen wollte, wurde er von der Polizei niedergerissen und weggetragen. Ein Beamter verdrehte dem völlig passiven Tierschützer währenddessen grundlos die Hand, als würde er sie brechen wollen. Während des Verladens der "Milchkuh" in den Polizeitransporter wurde der Aktivist gewürgt, getreten und als "du Sau" beschimpft. Nach stundenlangem Warten in der Polizeizelle wurde er wieder freigelassen. Eine Anzeige wegen "Flugblattverteilen mit Kuhmaske" wird von der Bezirkshauptmannschaft laut Polizei erfolgen.

Die Juristen des VGT arbeiten nun an einer Beschwerde gegen die Polizei aufgrund der vielfachen Vorwürfe.

David Richter vom VGT dazu: "Die völlig unangemessene Gewaltanwendung steht außer Frage. Und auch wenn die NÖM ein großer Industriebetrieb ist, muss man sich fragen, ob die Badener Polizei deren Handlanger sein darf oder ob die österreichischen Gesetze auch in Niederösterreich gelten."

Trübe Milchindustrie
Im Gegensatz zur "heilen" Milch möchte der VGT die tierquälerischen Schattenseiten der Milchindustrie aufzeigen: gestörtes Sozialverhalten der Tiere, schlechte Haltung, gesundheitsschädliches Futtermittel, Ferntransporte von kleinen Kälbern und Rindern in den Nahen Osten. Von 14. bis 16.6. besucht der VGT Bregenz, Innsbruck und Salzburg, um die Bevölkerung über die Hintergründe dieser industriellen Tierhaltung aufmerksam zu machen.

Zur Milchkälber-Tour und Petition: vgt.at/milch

14.10.2026, Linz

Linz: Rindertransporte per Flugzeug gestoppt

Trotz fehlender Versorgungsmöglichkeiten am Flughafen Linz: Hunderte Rinder aus Ungarn nach Turkmenistan geflogen

14.10.2026, Wien

VGT: Bundesregierung gesetzlich verpflichtet, 2027 Schweinehaltung neu zu regeln

Anlässlich der heutigen Nationalratssitzung erinnerte der VGT vor dem Parlament die Regierung daran, die offene Frage der Schweinehaltung auf Vollspaltenboden endlich zu lösen

13.10.2026, Wien/EU

85 % der Österreicher:innen fordern rasches Ende der Käfighaltung

Ein Großteil der Österreicher:innen will bis 2035 ein EU-weites Ende der Käfighaltung von Legehennen. Die Industrie pocht auf eine Übergangsfrist bis 2045.

09.10.2026, Wien

Urteil im SPAR-SLAPP gegen den VGT beweist: Vollspaltenboden ist Tierquälerei

Zusätzlich hat die Richterin mit Bezug zum OGH zahlreiche Klagspunkte von SPAR zurückgewiesen und dadurch die Klage als SLAPP entlarvt

08.10.2026, Wien

Der Schweine-Vollspaltenboden muss weg: VGT-Demos bei Parteizentralen in Wien

Mit Zitat aus dem Tierschutzgesetz, nach dem jetzt ein neuer Mindeststandard in der Schweinehaltung beschlossen werden muss, erinnert der VGT die Regierung an ihre Verantwortung

07.10.2026, Wien

VGT-Aktion: Tintenfische schützen, nicht essen

Morgen ist Welt-Oktopus-Tag. Brutale Methoden beim Fang sind weithin unbekannt

06.10.2026, Wien

Handelsgericht urteilt in SPAR-Klage gegen VGT: SLAPP weitgehend bekräftigt

Richterin bestätigt OGH-Urteil und 6 Verbote der EV zu Schweine-Vollspalten, verbietet dem VGT aber zusätzlich, wissenschaftliche Studien zu Mortalität und Tierwohl-Preisen zu zitieren

06.10.2026, Wien

Welt-Oktopus-Tag: VGT-Aktion am Stephansplatz

Tierschutz-Aktion in Wien soll tierquälerische Aspekte bei der Fischerei von Tintenfischen in den Fokus rücken