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Bone China (Knochenporzellan): Wenn Geschirr nicht vegan ist

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (10.01.2019)

Wien, 10.01.2019

Porzellan findet sich in fast jedem Haushalt. Doch was viele nicht wissen: Das teuerste und „edelste“ Porzellan besteht zu einem Teil aus Knochenasche, die aus Rinderknochen gewonnen wird.

In den meisten Küchen gibt es einen Schrank voller Tassen. Oftmals sind diese bunt zusammen gewürfelt, Andenken aus dem Urlaub, Geschenke, Erbstücke, oder Häferl, welche Freund_innen und Kolleg_innen aussortiert haben. Keramik hat oftmals das echte Porzellan abgelöst, doch das eine oder andere echte Stück findet sich noch in den meisten Küchen. Und manchmal haben diese den Aufdruck „Bone China“, also „Knochenporzellan“ auf dem Boden.

Knochenasche für Transparenz und weiße Färbung

Knochenporzellan zählt zu den Weichporzellanen, das heißt, es hat eine hohe Kantenschlagfestigkeit. Neben den üblichen Bestandteilen Kaolin, Feldspat und Quarzsand enthält das Knochenporzellan bis zu 50 % verglühte Knochenasche, die meist aus Rinderknochen gewonnen wird. Diese enthält Kaliumoxid und Kalziumphosphat, was dem Porzellan eine leichte Transparenz verleiht. Hält man das Porzellan gegen das Licht und platziert die Hand dahinter, kann man z.B. seine Finger durchscheinen sehen.

Ist jedes durchscheinende Teller aus Knochenporzellan?

Die Methode, das Geschirr gegen das Licht zu halten, bietet keine Garantie, dass man Bone China in den Händen hält. Es gibt auch ohne Knochenasche hergestellte Keramik oder Porzellan, das so dünn ist, dass man seine Finger durchscheinen sehen kann. Meist findet man aber am Boden einen Aufdruck, der über die Herkunft des Porzellans Auskunft gibt, eine kurze Recherche im Internet sowie Anfragen bei den Herstellerfirmen geben dabei oft schnelle Gewissheit.

Wohin mit Bone China?

Wegwerfen muss man das Geschirr auf jeden Fall nicht, sollte man doch ein Stück aus echtem Bone China finden. Viele Veganer_innen finden es ethisch völlig vertretbar, unvegane Produkte weiter zu verwenden, wenn sie diese noch von früher haben, wie etwa einen Ledergürtel oder Wollschal. Wer sich dennoch mit Knochenporzellan in der Küche unwohl fühlt, kann dieses auch einfach verschenken oder z.B. bei Gemeinnützigen Organisationen abgeben.

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