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Bregenz, am 30.01.2019

Kälber bleiben auf der Strecke

Es ist offiziell: Bozen ist nicht der Bestimmungsort der Kälber aus Vorarlberg – die Kritik der Tierschützer_innen wurde bestätigt. Statt die illegalen Transporte endlich zu stoppen, sucht der Landesrat nach Ausreden.

Der VEREIN GEGEN TIERFABRIKEN weist bereits seit Monaten auf die illegale Praxis hin. Die Tierschützer_innen fordern nun einen sofortigen Stopp der Transporte, bis erklärt werden kann, wie es zu den Diskrepanzen zwischen Transportpapieren und tatsächlichen Transporten kommen konnte, und bis ein gesetzeskonformer Zustand sichergestellt werden kann. In der Presseaussendung vom 30.01.19 schiebt der Landesrat die Verantwortung an den Viehhandel weiter, statt selbst tätig zu werden.
„Statt seiner Verantwortung nachzugehen und die illegalen Transporte zu stoppen, werden nun Ablenkungsmanöver gestartet. Das kaputte System der Milchwirtschaft wird nicht hinterfragt“, so VGT-Kampagnenleiter Tobias Giesinger. Er kritisiert, dass nun von „einheitlichen Zeiten an Versorgungsstationen“ die Rede sei, wo die illegalen Transporte Bozen doch als Bestimmungsort und nicht als Versorgungsstation angegeben hatten. Das beklagen Tierschützer_innen seit Monaten, während seitens der Verantwortlichen bisher immer nur von „Kurzstrecken-Transporten mit Bestimmungsort Bozen“ die Rede war.

In Landesrat Gantners Zuständigkeit liegt auch das Veterinärwesen und damit die Arbeit der Amtstierärzt_innen, die bisher offenbar gesetzeswidrige Transporte zuließen. „Da nun offiziell bekannt ist, dass Bozen nicht der Bestimmungsort ist, dürfen diese Transporte nicht mehr genehmigt werden. Auch hier könnte der Landesrat in seiner Zuständigkeit eingreifen,“ erklärt Giesinger.

„Es ist peinlich – monatelange Diskussion und stetiges Abwinken des Landesrats müssen nun ein Ende haben. In seiner dreifachen Zuständigkeit (Tierschutz, Veterinär, Landwirtschaft) schafft es Landesrat Gantner offenbar nicht, gesetzeskonforme Zustände in Vorarlberg herzustellen,“ so Giesinger weiter. Einmal mehr unterstützt auch der VGT eine Trennung der Landesressorts von Tierschutz und Landwirtschaft. „Eine solche Trennung gebietet schon der Hausverstand und ist mehr als überfällig, wie sich zeigt."

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