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Größter Kleintiermarkt Österreichs wird angezeigt!

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (05.02.2019)

Wels, 05.02.2019

Die Zustände auf Österreichs größtem Kleintiermarkt sind katastrophal. Bei 10.000 ausgestellten Tieren ist beinahe jede Haltung gesetzeswidrig! Der VEREIN GEGEN TIERFABRIKEN kontrollierte den Markt und erstattet Anzeige.

Der „Glanglmarkt“ in Wels findet jedes Jahr am ersten Samstag im Februar nach Mariä Lichtmess statt. Früher wurde der Markt von Dienstboten genutzt, die die von ihnen gezüchtete Tiere nicht zu einem neuen Dienstherren mitnehmen durften. Dieses Ritual ist aber in unserer heutigen Zeit nicht mehr notwendig, die grausame Tradition wird aber trotzdem noch fortgesetzt. Schon seit beinahe 140 Jahren werden Tiere hier wie Ware behandelt. Besonders bei einem Markt dieser Größe wird eine strenge Kontrolle seitens der Behörde erwartet, die Realität sieht jedoch ganz anders aus.

Beinahe jeder Käfig in den Hallen der Messe Wels zeigt einen Gesetztesverstoß auf. Enten, Hühner und anderes Geflügel darf nur einzeln in Käfigen gehalten werden, hier wurden jedoch beinahe bis zu 15 Tauben und Enten in einem Käfig gesichtet. Die Enge und das Aufeinandertreffen von Artgenoss_innen führt zu Stress und Kämpfen untereinander. Die Folge: eine Ente blutet aus einer Wunde im Gesicht. Viele andere drängen sich ängstlich in eine Ecke oder laufen panisch gegen die Wände des Käfigs an.

Auch Essen und Wasser in den Käfigen ist eigentlich Pflicht, beim Glanglmarkt ist dies doch eher die Ausnahme - kaum ein Käfig weist beides auf. Man sieht Enten mit vor Dreck verkrusteten Augen und Hühner, denen die Schwanzfedern wegen zu hoher Besatzdichte ausgerupft wurden. Leere Getränkedosen und Müll neben oder in Käfigen sind hier auch ständig zu sehen. Die Tiere werden kaum beaufsichtigt, ein Huhn bricht aus und bleibt zwischen zwei Käfigen stecken. Dies sind nur einige Beispiele der grausamen Szenen, die die Aktivist_innen vor Ort miterleben mussten.

VGT-Aktivistin Jana Gruber ist entsetzt: „Wie der Mensch mit den Tieren hier umgeht ist einfach unerträglich. Die Austeller_innen haben die Tiere in kleinen, niedrigen Kisten unter den Käfigen, stopfen so viele sie können in den Käfig und wenn er leer ist, holen sie von unten einfach Nachschub. Den Menschen hier ist das Wohl der Tiere komplett egal. Es wird feilgeboten was geht, hauptsache die Tiere werden verkauft. Tiere sind keine Ware, und dieser Markt kann so nicht weitergeführt werden. Wir fordern endlich eine richtige Kontrolle auf diesen Märkten!“

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