Teilen:

Österreichs Mastschweine müssen auf Vollspaltenböden ständig über ihrem Kot leben

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (16.05.2019)

Wien, 16.05.2019

VGT-Aktion auf der Wiener Mariahilferstraße zeigt Schweine mit Atemmasken: ein Leben auf dem Plumpsklo, mit weniger Platz pro Schwein als eine Telefonzelle.

Die Schweineindustrie hat sich in ihrer Praxis bereits meilenweit von den Vorstellungen der Konsument_innen entfernt. Absolut jeder Mensch, der 85 kg schwere Mastschweine auf einer mit Vollspalten durchzogenen Fläche von 0,55 m² pro Schwein sieht, kann nicht glauben, dass das vom so gepriesenen österreichischen Tierschutzgesetz erlaubt sein soll. Vollspaltenböden mit diesem Platzangebot pro Schwein sind aber in der zum Tierschutzgesetz gehörenden ersten Tierhaltungsverordnung zur Haltung von Schweinen explizit vorgesehen. Für die Tiere bedeutet das aber, dass sie einer großen Gestankbelastung ausgesetzt sind. Die ätzenden Gase der Exkremente röten die Augen und lösen im Mittel zu 15 % Lungenentzündung bei den Tieren aus.

Jeder Mensch kann diese Belastung leicht nachvollziehen. Man stelle sich vor, in einer Telefonzelle auf einem Plumpsklo eingesperrt zu sein. Dabei haben die Schweine in Relation noch deutlich weniger Platz! Um diesen Skandal der Öffentlichkeit zu demonstrieren, stellten sich heute auf der Wiener Mariahilferstraße sechs Tierschützer_innen in Schweineverkleidung und mit Atemmasken auf einen echten Vollspaltenboden einer österreichischen Schweinemast.

VGT-Obmann Martin Balluch: Es kann nicht angehen, dass wir Schweinen, die ähnlich intelligent und sozial veranlagt wie Hunde sind, zumuten, unter solchen Bedingungen leben zu müssen. Das ist eines zivilisierten Staates mit Tierschutz als Staatsziel in der Bundesverfassung nicht würdig. Die Menschen in Österreich erwarten sich eine Haltung, die deutlich besser als der EU-Minimum Standard ist, wie er etwa in Spanien oder Griechenland praktiziert wird. Das muss sofort anders werden. Die Bevölkerung Österreichs fordert ein Ende der Vollspaltenböden und eine verpflichtende Stroheinstreu!

21.05.2026, Wien/Steiermark

VGT an Styriabrid-Obmann Kaiser: bitte lesen Sie die Verordnung zur Schweinehaltung

Josef Kaiser hatte Medien erklärt, er wüsste nicht, worauf sich der VGT beziehe; Punkt 2.1 der Anlage 5 der 1. Tierhaltungsverordnung ist eindeutig: angenehmer Liegebereich

20.05.2026, Guntersdorf/Wien

VGT gibt echte Einblicke in den Tierschutzunterricht

Unterricht des VGT beliebt wie eh und je, Rückmeldungen von Lehrpersonen und von Kindern durchwegs positiv

20.05.2026, Wien

Steiermark: FPÖ und ÖVP schmettern Grünen Antrag im Landtag gegen Vollspalten ab

Die steirische Landesregierung ist nicht einmal bereit, Tierwohlfleisch in Landesküchen oder den Umbau der Schweinebetriebe weg vom Vollspaltenboden zu fördern

19.05.2026, Steiermark

VGT erstattet 1025 Anzeigen gegen Vollspalten-Schweinefabriken in der Steiermark

Es besteht der Verdacht, dass keiner dieser Betriebe allen Schweinen einen physisch angenehmen Liegebereich bietet, wie gesetzlich seit Juli 2022 vorgeschrieben

13.05.2026, Wien

Wir gewinnen Bronze beim VAMP Award!

Ein großer Erfolg für den VGT und den Tierschutz

12.05.2026, Österreich

Einblicke in den VGT-Tierschutzunterricht

Unterrichtsbeispiele für unterschiedliche Schulstufen - kreativ, interaktiv und altersgerecht!

12.05.2026, Wien

Rechtskräftig: Schweinefabriksbesitzer Hardegg darf VGT nicht terroristisch nennen

Hardegg hat das Urteil des Handelsgerichts Wien anerkannt: der VGT darf nicht „terroristische Vereinigung“ genannt werden und Hardegg muss dem VGT € 5.423,48 bezahlen

08.05.2026, Wien

Gemeinsam für Tiermütter – VGT-Aktion im Herzen Ottakrings

Der VGT macht heute den Yppenplatz zum Aktivismus-Hotspot