Teilen:

Gibt es Alternativen zum Vollspaltenboden?

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (21.05.2019)

Wien, 21.05.2019

Der Vollspaltenboden ist natürlich nicht alternativenlos. Gemeinsam haben andere etablierte Haltungssysteme, dass sie für die Schweine weniger belastend sind – nicht zuletzt weil sie mehr Platz brauchen.

Schweine sind eigentlich sehr reinliche Tiere, sie legen sich jede Nacht ein Schlafnest an, in das sie weder koten noch urinieren. In den Buchten mit Vollspaltenboden geht das aber nicht, weil sie da viel zu eng zusammen gedrängt werden, sodass es so etwas wie einen Schlafplatz gar nicht gibt. Daher gehen sie überall aufs Klo.

Teilspaltenboden

Die einfachste Alternative zum Vollspaltenboden ist der Teilspaltenboden bzw. die Mehrflächenbucht. In dieser Haltungsform ist ein Liegeplatz vom Spaltenbereich ausgespart, der nicht perforiert ist. Natürlich benötigen die Schweine dann etwas mehr Platz als auf dem Vollspaltenboden, weil sie ja alle gleichzeitig nebeneinander liegen können müssen. In Österreich werden 24 % der Schweine auf einem solchen Teilspaltenboden gehalten.

Einstreu

Aber auch ein fester Betonboden ohne Spalten ist hart und unangenehm. Er muss also eingestreut werden. Das könnte mit Stroh geschehen, oder auch mit Sägemehl, Sand, Rindenmulch oder kompostierten Pilzen. Bei multiple choice Tests haben die Schweine letztere Variante am häufigsten bevorzugt.

Bei der Haltung auf Teilspaltenboden mit Stroh wird lediglich die Liegefläche eingestreut, der Spaltenbereich nicht. Die Tiere liegen also im eingestreuten Liegebereich und essen und koten im Spaltenbereich.

Ein Beispiel für diese Haltungsform ist FairHof bzw. die Tierwohl verbessert Haltung der Gesellschaft !Zukunft Tierwohl!, bei der die Tiere genau doppelt so viel Platz haben wie auf Vollspaltenboden. Da die Tiere nur im Spaltenbereich koten und urinieren, braucht man die Einstreu nur alle 2 bis 4 Wochen auszutauschen. Die Kosten dieser Haltung sind etwa 30 % höher als beim Vollspaltenboden.

Tiefe Stroheinstreu

11 % der Schweine Österreichs dürfen in tiefer Stroheinstreu leben. Bei dieser Haltungsform gibt es überhaupt keine Spalten. Für die Tiere ist das insofern sehr gut, weil sie tief im Stroh wühlen und weich liegen, ja sich sogar mit Stroh zudecken können. Andererseits bedarf diese Haltungsform aber auch eines guten Managements, damit sie so tierfreundlich bleibt. Ein mit Kot und Urin durchtränktes Stroh ist nämlich ein virulenter Krankheitsherd.

Bio-Haltung, Freilandschweine

Natürlich ist auch in der Bio-Haltung Stroheinstreu vorgeschrieben. Am besten ist aber zweifellos die Freiland- bzw. Weidehaltung für Schweine, bei der die Tiere auf Naturboden leben und ihnen selbstverständlich auch eingestreute Buchten für die Nacht zur Verfügung gestellt werden.

18.02.2026, Wien

Forschungsbericht zu neuem Schweine-Vollspaltenboden bestätigt: kaum Verbesserung

Die zu verschiedenen Parametern des Tierwohls erhobenen Vergleichszahlen zwischen Vollspaltenboden alt und neu sind ernüchternd – heute Protest vor dem Ministerrat

17.02.2026, Klagenfurt

PK: Zusammenleben mit dem Wolf – Gratwanderung zwischen Legalität und Rechtsbruch

In Kärnten wurden in den letzten 4 Jahren doppelt so viele Wölfe geschossen, wie im großen, regional 10 Mal so dicht besiedelten Deutschland – seit 2022 gab es sogar 310 Abschusserlaubnisse der Landesregierung

12.02.2026, Graz

Einladung: morgen Freitag Tierschutzdemo vor Bauernbundball in Grazer Stadthalle

Der ÖVP-Bauernbund blockiert massiv jede vernünftige Weiterentwicklung im Nutztierschutz – Protest vor allem gegen die Beibehaltung des Schweine-Vollspaltenbodens

10.02.2026, Klagenfurt

Einladung zur Pressekonferenz: Zusammenleben mit dem Wolf – Gratwanderung zwischen Legalität und Rechtsbruch

Expert:innen und Tierschutzvertreter:innen beziehen Stellung zur aktuellen Wolfsthematik in Kärnten

09.02.2026, Steinbrunn

14 Füchse und 2 Marder getötet: Jagdverband Burgenland brüstet sich sinnloser Tötungen

Die Jagd auf Füchse ist in jeder Hinsicht kontraproduktiv und bedeutet sinnloses Tierleid: Füchsinnen sind Anfang Februar bereits schwanger, Abschüsse kurbeln Reproduktion an

06.02.2026, Wien

Vorträge zu Theorien zur Tierbefreiung

Vorträge, Podiumsdiskussion und Q&A

04.02.2026, St. Pölten

NÖ Jagdgesetz-Novellierung untergräbt Tierschutz

Das neue NÖ-Landesjagdgesetz wird von der Landesregierung als „modernstes Jagdgesetz“ gefeiert. Viele Änderungen sprechen aber eher dafür, dass nun noch brutaler mit den Tieren umgegangen werden darf.

28.01.2026, Wien

Tierleid im Lachsfleisch

Der VGT Lachs-Tierschutzbericht