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VGT protestiert vor 3 Schweinefabriken mit Vollspaltenboden im Bezirk Leibnitz, Steiermark

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (27.08.2019)

Leibnitz, 27.08.2019

Draußen eine tiefgrüne Landschaft, in den Betrieben trostlose Wände, kein Stroh, Betonboden mit Spalten: VGT fordert Verbot von Vollspalten und verpflichtende Stroheinstreu für Schweine

Gut 60 % der Schweine Österreichs müssen auf Vollspaltenböden leben, gut 90 % müssen ohne Stroh auskommen. Im Bezirk Leibnitz mit 150.000 Schweinen leben 66 % auf Vollspalten und nur 2,5 % mit Stroh. Der VGT hat heute zusammen mit einem 5m-Schweinemodell vor 3 solcher Schweinefabriken mit Betonböden, die von Spalten durchzogen sind, protestiert. Die Bilder aus den Betrieben zeigen kahle Buchten ohne Einstreu, mit dicht gedrängten Tieren. Bei dieser Haltungsform bekommen 92 % der Tiere entzündete Gelenke und allen Ferkeln werden die Schwänze abgeschnitten, weil sie sich sonst gegenseitig beißen. Deshalb forderte der VGT vor diesen Betrieben ein Verbot der Vollspaltenböden und eine verpflichtende Stroheinstreu. Ein entsprechender Antrag von Daniela Holzinger von der Liste JETZT wird am 25. September dem Parlament zur Abstimmung vorliegen.

VGT-Obmann Martin Balluch war vor Ort: Erschütternd der Kontrast zwischen der grünen, lieblichen Landschaft der Südsteiermark, und den kahlen, verdreckten Betonbuchten in den Schweinefabriken. Nicht einmal Stroh wird den Tieren geboten. Und dazu leben sie im Dreck, ständig über ihren eigenen Exkrementen. Wer die alten Plumpsklos noch kennt, wird sich erinnern, wie gerne man sie wieder verlassen hat, um dem Geruch zu entkommen. Die Schweine können das nicht. Dabei wäre die Umstellung so einfach: ein Teilspaltenboden mit eingestreutem Liegebereich hätte lediglich 15-30 % höhere laufende Kosten. Und das bei einem Preis von € 4 pro kg, wie gerade wieder in einer Supermarktkette angeboten wird! Es kann doch nicht sein, dass wir den Tieren solche Lebensbedingungen zumuten, um ein um 60 Cent (!) billigeres Schnitzel zu haben!

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