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Wien, am 15.11.2019

Tatort Stopfleber in der Wiener Innenstadt

Als Gänse verkleidete Aktivist_innen suchen Nobelrestaurants heim

Eine Schwerpunktaktion zum Thema Stopfleber hat der VEREIN GEGEN TIERFABRIKEN  in der Wiener Innenstadt gesetzt. Weil es immer noch Restaurants gibt, die Foie Gras, also Stopfleber verkaufen, haben sich Aktivist_innen vor dem Steirereck im Stadtpark und The Bank des Hotel Pary Hyatt in der Wiener Innenstadt eingefunden, um auf die Tierquälerei für diese Delikatessen hinzuweisen.

Die Zwangsfütterung von Gänsen und auch Enten für die Foie Gras gehört zu den grausamsten Praktiken in der Erzeugung tierischer Produkte. Dabei werden Metallrohre in die Speiseröhren der fixierten Tiere geschoben und die Mägen mit einem Brei aus Getreide und Schweinefett gefüllt. Außerdem werden die Tiere in den letzten Wochen in enge Drahtgitterkäfige gestopft. Mehrmals täglich und über mehrere Wochen werden die Tiere so gequält, bis ihre Lebern so stark verfettet sind, dass sie damit nicht überlebensfähig wären. Der Fettanteil im Körper steigt auf 50 Prozent. Die dünnen Beine können das Gewicht nicht mehr tragen, und brechen oft. Zu diesem Zeitpunkt werden die erschöpften Tiere geschlachtet. Ein großer Anteil der Tiere stirbt schon, noch bevor die Leber auf ein zehnfaches angeschwollen ist – weil die Speiseröhre reißt oder auch aus psychischem Stress.

VGT-Aktivistin Heidi Lacroix ist empört: Dass diese Produkte in Österreich nach wie vor verkauft werden dürfen, ist eine gesellschaftliche Perversion. Diese Restaurants wissen ganz genau, welche Tierquälerei sie hier unterstützen. Die Kund_innen wissen es ebenfalls. Und trotzdem will man sich dieses Luxus-“Vergnügen“ nicht nehmen lassen.

Gänse aus Stopfmasten werden nicht nur für die Foie Gras-Produktion verwendet. Wenn Sie Gänsefleisch aus Ungarn, Polen oder anderen Ländern essen, kann es sein, dass genau diese Gans ebenfalls eine Stopfgans war.

Der VGT fordert ein bundesweites Verbot des Verkaufs von Stopfleber und ihren Erzeugnissen! Wir appellieren an die Händler und Restaurants, dieses Produkt endlich von den Menüs zu streichen.

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