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„Feuerfieber“ von Hilal Sezgin in der VGT Bücherecke

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (27.06.2020)

Wien, 27.06.2020

Ein neuer Tierrechtsroman zwischen brutaler Realität und fantastischem Feuer-Drachen

Stell dir vor, du möchtest etwas für die Millionen und Abermillionen Tiere, die auf der Welt leiden, tun. Aber du siehst dich der ungeheuren Macht der milliardenschwerden Landwirtschaft und den hartnäckigen Gewohnheiten der Menschen gegenüber. Ein beinahe aussichtloser Kampf.

Stell dir vor, das Blatt könnte sich wenden.

Stell dir vor, das Machtverhältnis verschiebt sich zu deinen Gunsten; das Schicksal stellt dir eine unglaubliche, brennende Gewalt zur Verfügung.

Was tust du?

Das könnte eine der zentralen Fragen in Hilal Sezgins neuestem Roman „Feuerfieber“ sein. Der Untertitel „Höchst realistisch mit einer kleinen Prise Drache“ beschreibt das Buch sehr gut: Eine kleine Gruppe an Tierrechtsaktivist_innen erlebt die Hürden ihres Gerechtigkeitskampfes tagtäglich – seien es schwierige Medien-Vertreter_innen, unverständige Freund_innen oder aber nervenaufreibende Social Media-Diskussionen.

Doch durch das plötzliche Auftauchen eines Drachen ändert sich alles – ihr Leben, ihr Aktivismus, vielleicht sogar sie selbst. Immer wieder müssen sie sich dabei aber die Frage stellen, ob sie ihre eigenen Werte immer noch vertreten. Besonders in ihrer letzten gemeinsamen laufen sie Gefahr, alles zu verlieren!

„Feuerfieber“ ist ein Tierrechtsroman, der geschickt zahlreiche äußerst realistische Teile des Lebens als Tierschützer_in in der aktuellen Welt mit fantastischen und teilweise auch dystopischen (wenn auch leider nicht allzu fernen) Aspekten verbindet. So arbeiten zwei der Tierrechtler_innen mit einem Journalisten an einer Aufdeckung zu einer neuen Rasse von Legehühnern: sogenannte „Friedenshühner“. Das stundenlange Sichten von schrecklichen Aufnahmen zermürbt die Tierschützer_innen, entfacht Wut und Verzweiflung und verhindert den Schlaf. Das Bemühen um eine Berichterstattung, die dem tatsächlichen Leid der Tiere gerecht wird, trifft auf die kühle „Neutralität“ des Journalisten. Äußerst realistische Facetten der Tierschutzarbeit.

Gleichzeitig stellen eben diese „Friedenshühner“ einen dystopischen Blick in die nicht mehr weit entfernte Zukunft dar. Genmanipuliert und gezielt gezüchtet „leben“ diese Hühner quasi nicht mehr. Sie sitzen nur lethargisch, essen und legen Eier. Leistungszuchten sind auch in der realen Welt bereits Gang und Gebe, wenn auch das Vermögen, ein gutes Leben leben zu können und zu wollen, den Tiere noch nicht weggezüchtet wurde.

Einen vollends fantastischen Teil des Romans nimmt natürlich der tausende Jahre alte Drache „Firuwan“ ein. Seine angeschlagene Beziehung zur Menschheit erblüht durch die Freundschaft zu den Tierrechtler_innen – zumindest bis es zu einem großen Verrat kommt.

Die VGT Buchecke empfiehlt den Tierrechtsroman „Feuerfieber“ allen, die spannende und fantastische Abenteuer lieben – besonders Tierschützer_innen, die wohl so manche Hürde und so manches Ärgernis der Protagonist_innen nachempfinden können!

"Feuerfieber" ist als Kickstarter noch bis Ende Juni 2020 hier erhältlich https://www.startnext.com/weisse-schnuten

Mit dem Kauf des Buchs wird auch die wertvolle Arbeit von Hilal Sezgin auf ihrem eigenen Lebenshof für zahlreiche Schafe und andere Tiere unterstützt.

Also schnell zugreifen!

Mehr zum Buch: https://www.facebook.com/Feuerfieber/

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