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Fiaker bei illegaler Hitzefahrt erwischt – Anzeige folgt

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (15.07.2020)

Wien, 15.07.2020

Letzten Freitag wurde das erste Mal die 35-Grad Marke in Wien überschritten – Nicht alle Fiaker hielten sich an die Hitzefrei-Regelung.

Viel zu spät, viele zu hohe Temperaturgrenze: Am Freitag um 16:00 Uhr wurde das erste Mal in dieser Saison die 35-Grad-Marke erreicht und Wiens Fiakerpferde hatten hitzefrei. Leider viel zu spät. Der Schaden war bereits angerichtet, die Fiakerpferde mussten die bis zu einstündige Heimfahrt antreten, während sich die Stadt weiter aufheizte und laut ZAMG Maximaltemperaturen von bis zu 35 Grad erreicht wurden.

Zusätzlich kontrollierten Tierschützer_innen des VGT die Einhaltung der Hitzefrei-Regelung. Ein besonders uneinsichtiger Fiaker wurde dabei erwischt, wie er nach Erreichen der 35-Grad-Marke illegal auf den Standplatz Stephansplatz auffuhr und neue Fahrgäste einsteigen ließ, obwohl ihn anwesende Tierschützer_innen mehrmals auf seinen Gesetzesbruch hingewiesen haben.

Außerdem beobachtete der VGT mehrere Fiakerfahrer_innen, die vor den erlaubten Fahrzeiten unterwegs waren. Insgesamt konnte der VGT an diesem Tag 10 Verstöße gegen das Wiener Fiakergesetz feststellen, die alle beim Magistrat der Stadt Wien angezeigt werden.

Der VGT fordert ein generelles Hitzefrei für Fiakerpferde ab 30 Grad bei direkter Messung an den Standplätzen. Zudem braucht es ein Fahrverbot an Tagen, bei denen sich bereits im Vorfeld abzeichnet, dass die Hitze-Grenze überschritten wird, um sinnloses Tierleid zu vermeiden.

VGT-Fiaker-Kampaigner Georg Prinz dazu: Jedes Jahr zeigt sich das gleiche Bild: Pferde leiden unter der viel zu hoch angesetzten Hitzegrenze! Und Jahr um Jahr verabsäumt es die Wiener Stadtpolitik, wirksame Maßnahmen zum Schutz der Pferde zu treffen. Auch die Fiakerfahrer_innen zeigen wieder ihr wahres Gesicht: Die ohnehin schon laschen Gesetze werden auf Biegen und Brechen gedehnt und übertreten, um aus den armen Tieren noch den letzten Cent rauszuquetschen. Die Stadt Wien muss endlich auch dem Tierschutz Gehör schenken und nicht nur den Fiaker-Lobbyist_innen, die versuchen, ein nicht mehr zeitgemäßes Gewerbe zu retten.

Zur Petition: vgt.at/fiaker

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