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VGT-Aktion: Landwirtschaftsministerin Köstinger auf Vollspaltenboden am Stephansplatz

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (21.07.2020)

Wien, 21.07.2020

VGT appelliert an Ministerin, selbst einen Vollspaltenboden auszuprobieren, um einschätzen zu können, ob diese Haltung wirklich „vorbildlich“ ist

Während der Großteil der Schweine in Österreich auf einem Vollspaltenboden, d.h. einem mit Spalten überzogenen Boden aus Beton ohne Stroheinstreu, leben muss, sind 96 % der Menschen hierzulande der Ansicht, Schweine sollten eigentlich Stroh zum Liegen haben. Diese Diskrepanz lässt sich nach Ansicht des VGT nur durch eine gesetzliche Änderung auflösen, nach der der Vollspaltenboden verboten und eine verpflichtende Stroheinstreu eingeführt wird. Doch die Landwirtschaftsministerin Köstinger verweigert bisher dazu jeden Kommentar. Deswegen ließ der VGT heute Ministerin Köstinger, bzw. eine Aktivistin mit ihrem Konterfei, am Stephansplatz in Wien 1 Stunde lang auf einem echten, ausrangierten Vollspaltenboden ausharren. Hätte sie das tatsächlich selbst getan, wäre sie dem Leid der Schweine auf diesem Boden gegenüber nicht mehr so indifferent.

VGT-Obmann Martin Balluch dazu: Delegationen von Landwirt_innen, die noch mehr Förderungen für tierquälerische Haltungen wollen, sind bei der Ministerin jederzeit willkommen. Sie hat offenbar größtes Verständnis für das Bedürfnis nach Profit. Doch dem Anliegen der Schweine will sie kein Ohr schenken. Dabei würde sie sicher jederzeit in einen Betrieb mit Vollspaltenboden geladen, um sich vor Ort die Not der Schweine anzusehen. Ich würde sie sehr gerne in einem solchen Betrieb fragen, ob sie angesichts dieser Haltung ernsthaft keine gesetzliche Änderung ins Auge fassen will.


Pressefotos zum Download (Copyright: VGT/VEREIN GEGEN TIERFABRIKEN)

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