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Wien, am 29.08.2020

Der Fleischkonsum frisst den Amazonas-Regenwald auf

Zum internationalen Aktionstag zum Schutz des Amazonas betont der VGT eine der Hauptursachen der Zerstörung: Tierhaltung und Futtermittelanbau.

Schon im vergangenen Jahr sorgten Brandrodungen ungeheuren Ausmaßes im Amazonasgebiet für Schlagzeilen. Dieses Jahr nahm die Rate der Flächenzerstörung sogar noch zu, aber nur wenige Menschen bekamen etwas davon mit. Treibende Kraft hinter der Abholzung des Amazonas ist insbesondere die Landwirtschaft. Bei Protesten und Märschen in mehreren österreichischen Städten wurde am 28.08.2020 gemeinsam mit unzähligen Gruppen weltweit auf die drohende Zerstörung der Amazonas aufmerksam gemacht. Organisiert wurden die Märsche von der internationalen Bewegung Fridays For Future. Auch der VEREIN GEGEN TIERFABRIKEN nahm an den Protesten teil und benannte in einer flammenden Rede in Graz eine der Hauptursachen der Zerstörung:  Tierhaltung und Futtermittelanbau!

Rinderweiden und Futtermittelfelder satt Urwald

Schon in den späten 2000er-Jahren wurden 40% der brasilianischen Rinder im Amazonasgebiet gehalten – auf Weiden, die zuvor Urwald waren. In derselben Zeit wurden etwa 80% der agrarischen Flächen im brasilianischen Amazonas als Rinderweiden genutzt. Fast der gesamte Rest dient dem intensiven Soja- und Maisanbau. Diese Entwicklung wird durch die verheerende Naturschutz-Politik der aktuellen brasilianischen Regierung noch vorangetrieben. Mittlerweile gehört Brasilien zu den Haupt-Rindfleisch- und -Soja-Exporteuren.

Tiernutzung: Ein verschwenderischer Prozess

Weltweit werden rund 79% der Sojaernte als Tierfuttermittel verwendet. Die mehr als 70 Milliarden Landtiere, die so jedes Jahr gezüchtet, gemästet und geschlachtet werden, verschlingen unglaubliche Mengen an Futtermitteln. Dabei ist dieser Prozess nicht nur mit viel Tierleid verbunden, sondern auch noch völlig ineffizient. So können aus 9 Kilogramm Soja nur rund fünf 200g-Portionen an Rindfleisch hergestellt werden, jedoch beachtliche 68 200g-Portionen an Tofu! Es ist sehr viel effizienter und ressourcenschonender, wenn Menschen die angebauten Pflanzen direkt weiterverarbeiten und konsumieren, statt sie Tieren zu verfüttern.

Futter-Soja: Vom Amazonas nach Europa

Europa ist ein Groß-Importeur von Tierfuttermitteln wie Soja oder Mais. Besonders aus den USA und eben Brasilien werden die Futtermittel importiert. Dabei sind rund 96% des importierten Sojas gentechnisch verändert. Als Tierfutter darf dieses Gen-Soja ohne weitere Kennzeichnung eingesetzt werden. Als Konsument_in ist es quasi unmöglich, festzustellen, welche Futtermittel bei der Herstellung eines Stück Schweine-, Rinder- oder Hühnerfleischs verwendet wurden.

Pflanzlich genießen – Tiere und Umwelt schützen!

Aufgrund der Intransparenz, der Ineffizienz und des unvermeidbaren Tierleids raten wir den Konsument_innen, auf Fleisch und andere Tierprodukte zu verzichten. Durch den globalen Futtermittelhandel gibt auch „regionale“ Produktion keine Sicherheit. Würden sich hingegen alle Menschen weltweit in erster Linie pflanzlich ernähren, könnten 76% der derzeit landwirtschaftlich genutzten Flächen frei werden und auch wieder der Natur zurück gegeben werden!

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