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Südburgenland, am 09.09.2020

VGT antwortet Mensdorff-Pouilly: bitte nicht die Intelligenz der Menschen unterschätzen

Dass ein Jäger, der seit vielen Jahren Fasane, Rebhühner und Enten zum Abschuss ausgesetzt hat, plötzlich nach dem Verbot dieselben Fasane als Haustiere halten will, ist ein Scherz!

Auf die Veröffentlichung der Anzeige des VGT, die im übrigen am 26. August postalisch an die BH abgeschickt worden ist, gegen die neuerliche Fasanhaltung bei Mensdorff-Pouilly trotz Aussetzverbots, reagierte dieser in gewohnt jovialem Ton. Er habe 300 Fasane aus Ungarn in seine Jagdvoliere quasi als Haustiere getan. Er werde sie – selbstredend – nicht aussetzen, wo er doch dafür bekannt ist, sich immer an alle Gesetze zu halten. Die Fasane im Revier seien alle natürlich und nicht ausgesetzt. In Wahrheit befinden sich dort momentan keine, es ist ja auch noch nicht Jagdsaison, und der VGT hat mehrmals das Aussetzen in genau diesem Revier beobachtet. Nur sind sämtliche Vögel danach wieder abgeknallt worden.

VGT-Obmann Martin Balluch dazu: Ein Jagdfanatiker, der es zu seinem Lebensinhalt gemacht hat, Fasane auszusetzen und abzuknallen, will jetzt plötzlich die Fasane in derselben Jagdvoliere im selben Jagdrevier nur mehr als Haustiere halten. Und baut schon vor, dass sie am Ende der Jagdsaison plötzlich weg sein werden. Dann habe er sie möglicherweise wieder nach Ungarn gebracht oder vielleicht in der Voliere schlachten lassen oder sonst etwas. Aber ausgesetzt und abgeknallt? Nur ein Schelm, der so etwas denkt.

Und der VGT-Obmann weiter: Das erinnert mich an die Aufdeckung seiner Gatterjagden vor einigen Jahren. Damals gab es in seinem Jagdgatter einen kapitalen Damhirsch, der, wie sehr viele Gattertiere, die aus Zuchtgattern für die Jagd angeliefert werden, handzahm war. Auf die Kritik hin, er würde handzahme Tiere bejagen lassen, flötete der Lebemann, das sei doch sein Burli, ein Hirschlein, das er selbst mit der Hand aufgezogen habe. Das Tier würde er immer vor der Gatterjagd aus dem Gatter führen, damit ihm nichts geschehe, um es während der Jagd vermutlich in seinem Schlossgärtchen zu verhätscheln und es danach wieder ins Gatter zu lassen. Auf diesen Schmäh fielen ihm damals tatsächlich die Medien herein. Doch den Nachweis, dass der handzahme kapitale Hirsch die Gatterjagden überlebt hätte, konnte er nicht erbringen.

Der VGT-Obmann schließt: Ich fürchte, Mensdorff-Pouilly tanzt der Behörde und den Bürgern und Bürgerinnen im Burgenland auf der Nase herum. Er versucht, die Schlupflöcher im Gesetz zu nützen. Wir appellieren an die Anrainer_innen, jede Jagd auf Fasane in seinem österreichischen Revier zu melden. Herr Mensdorff-Pouilly soll uns nicht für blöd verkaufen. Wir werden genau beobachten, was mit diesen Fasanen geschieht.

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