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Bundespräsident unterstützt VGT-Demo gegen Vollspaltenboden vor Ministerrat

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (07.10.2020)

Wien, 07.10.2020

Nach dem Lesen des VGT-Flugblatts über Vollspaltenböden in der Schweinehaltung und den Appell an Landwirtschaftsministerin Köstinger meinte Van der Bellen: „Das finde ich gut“

Der Vollspaltenboden in der Schweinehaltung ist die neue Legebatterie. Wie damals Anfang der 2000er Jahre die Käfighaltung von Legehennen, so ist heute die Haltung von Schweinen auf durchgehenden Betonspaltenböden ohne Stroh der Inbegriff von Tierquälerei geworden. Alle sind dagegen. Auch der Österreichische Bundespräsident. Bei einem weiteren der zahllosen Proteste des VGT gegen den Vollspaltenboden, diesmal wieder mit 20 Tierschützer_innen anlässlich des Ministerrats vor dem Bundeskanzleramt in Wien, kam Van der Bellen vorbei und nahm ein Flugblatt. Nachdem er es durchgelesen hatte, sagte er „Das finde ich gut!“ zu den Demonstrant_innen. Der VGT fordert in diesem Flugblatt ein Verbot des Vollspaltenbodens und eine verpflichtende Stroheinstreu mit ausreichend Platz für die Schweine, sodass alle gleichzeitig auf dem eingestreuten Bereich liegen können. Ebenso wird in dem Flugblatt zu einem Protest gegen Landwirtschaftsministerin Köstinger aufgerufen, die bisher jedes Gespräch mit dem Tierschutz zu diesem Thema verweigert.

VGT-Obmann Martin Balluch dazu: Der Bundespräsident unterstützt, was 96 % (!) der Österreicher_innen fordern, nämlich ein Verbot dieser furchtbaren Tierquälerei. Die Situation ist jetzt ähnlich wie 2004 bzgl. des Legebatterieverbots. Auch damals stellte die ÖVP den Bundeskanzler, auch damals weigerte sich der Landwirtschaftsminister Pröll, mit dem Tierschutz darüber zu reden, auch damals versuchte die Geflügelindustrie, die grausame Haltung mit fadenscheinigen Ausreden zu rechtfertigen, und auch damals gab es Unkenrufe, die Produktion in Österreich würde einbrechen, wir würden mit ausländischer Ware überschwemmt und die Konsument_innen würden den Aufpreis nicht bezahlen wollen. Was geschah? Das Legebatterieverbot kam, die Konsument_innen bezahlten den doppelten Preis pro Ei, der Handel zog mit und die Importe gingen zurück. Jetzt muss diese Erfolgsgeschichte wiederholt werden!

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