Teilen:

Österreichweit Mahnwachen zum Vollspaltenboden Schweine vor Landwirtschaftskammern

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (19.10.2020)

Wien, 19.10.2020

Heute wird Tierschutzminister Anschober die Petition gegen den Vollspaltenboden in der Schweinehaltung überreicht – in 8 Städten gedenken Tierschützer_innen der Schweine.

Dass Schweine auf einem mit Spalten durchzogenen Betonboden ohne jede Einstreu leiden, ist allen denkenden und fühlenden Menschen selbstverständlich. Für die anderen gibt es auch zahlreiche wissenschaftliche Studien, die dieses Leid bestätigen: so sterben Schweine auf Vollspaltenboden 4 Mal so häufig als auf Stroh an der Haltung, 45 % haben eine Lungenentzündung, 30 % Spulwürmer in der Leber, 92 % schmerzhaft geschwollene Gelenke. Dass die Regierung diese Haltung noch immer nicht verboten hat, ist insbesondere angesichts des Umstands unbegreiflich, dass die EU-Mindeststandards einen physisch angenehmen Liegebereich vorschreiben und routinemäßiges Schwanzkupieren – eine Notwendigkeit auf Vollspaltenboden – verbieten. Deshalb haben sich heute in ganz Österreich in allen Landeshauptstädten außer in Klagenfurt Menschen vor den Landwirtschaftskammern eingefunden und mit Kerzen und in Stille der leidenden Schweine gedacht. Die Verantwortlichen in diesen Kammern mauern nämlich weiterhin gegen ein Verbot und stellen Profit vor Tierleid.

VGT-Obmann Martin Balluch dazu: Heute hätte der Tierschutzgipfel zum Vollspaltenboden im Tierschutzministerium stattfinden sollen, doch er wurde coronabedingt abgesagt. Aber auch in der Coronakrise leiden die Schweine auf Vollspaltenboden ohne Stroh weiter. Wir warten seit über 25 Jahren auf ein Ende dieser furchtbaren Tierqual. Herr Tierschutzminister Anschober, Frau Landwirtschaftsministerin Köstinger, bitte tun Sie endlich etwas! So kann es nicht mehr weitergehen!


Pressefotos zum Download (Copyright: VGT.at/VEREIN GEGEN TIERFABRIKEN)

19.02.2026, Wien

42* Klimaaktivist:innen angeklagt: VGT solidarisch, Klimawandel größte Bedrohung

Bei einer derart drastischen Bedrohung für uns alle sind auch drastische Aktionen gerechtfertigt – es wäre ein Verbrechen, sehenden Auges die eigenen Kinder in den Untergang zu schicken!

18.02.2026, Wien

Forschungsbericht zu neuem Schweine-Vollspaltenboden bestätigt: kaum Verbesserung

Die zu verschiedenen Parametern des Tierwohls erhobenen Vergleichszahlen zwischen Vollspaltenboden alt und neu sind ernüchternd – heute Protest vor dem Ministerrat

17.02.2026, Klagenfurt

PK: Zusammenleben mit dem Wolf – Gratwanderung zwischen Legalität und Rechtsbruch

In Kärnten wurden in den letzten 4 Jahren doppelt so viele Wölfe geschossen, wie im großen, regional 10 Mal so dicht besiedelten Deutschland – seit 2022 gab es sogar 310 Abschusserlaubnisse der Landesregierung

12.02.2026, Graz

Einladung: morgen Freitag Tierschutzdemo vor Bauernbundball in Grazer Stadthalle

Der ÖVP-Bauernbund blockiert massiv jede vernünftige Weiterentwicklung im Nutztierschutz – Protest vor allem gegen die Beibehaltung des Schweine-Vollspaltenbodens

10.02.2026, Klagenfurt

Einladung zur Pressekonferenz: Zusammenleben mit dem Wolf – Gratwanderung zwischen Legalität und Rechtsbruch

Expert:innen und Tierschutzvertreter:innen beziehen Stellung zur aktuellen Wolfsthematik in Kärnten

09.02.2026, Steinbrunn

14 Füchse und 2 Marder getötet: Jagdverband Burgenland brüstet sich sinnloser Tötungen

Die Jagd auf Füchse ist in jeder Hinsicht kontraproduktiv und bedeutet sinnloses Tierleid: Füchsinnen sind Anfang Februar bereits schwanger, Abschüsse kurbeln Reproduktion an

06.02.2026, Wien

Vorträge zu Theorien zur Tierbefreiung

Vorträge, Podiumsdiskussion und Q&A

04.02.2026, St. Pölten

NÖ Jagdgesetz-Novellierung untergräbt Tierschutz

Das neue NÖ-Landesjagdgesetz wird von der Landesregierung als „modernstes Jagdgesetz“ gefeiert. Viele Änderungen sprechen aber eher dafür, dass nun noch brutaler mit den Tieren umgegangen werden darf.