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VGT antwortet FPÖ: wer für Vollspaltenboden ist, ist gegen Tierschutz im Tierschutzrat

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (13.11.2020)

Salzburg, 13.11.2020

FPÖ tritt öffentlich gegen die Nominierung von VGT-Obmann Balluch zum Tierschutzrat auf und übersieht, dass der Tierschutzdachverband dort gesetzlich verpflichtend eine Vertretung hat

Tierschutzrat ohne Tierschutz? So stellt sich eine Partei die Tierschutzpolitik vor, die selbst vor der Nationalratswahl ein Verbot des Vollspaltenbodens in der Schweinehaltung fordert, aber kurze Zeit später bei einer freien Abstimmung im Parlament über ein ebensolches Verbot dagegen stimmt. VGT-Obmann Martin Balluch dazu: Tierschutz scheint bei der FPÖ nur ein Wahlkampfschmäh zu sein. Und genau so agieren sie jetzt auch. Laut Tierschutzgesetz dürfen 2 Tierschutzvertreter_innen im Tierschutzrat mitarbeiten, einer davon vom Dachverband Pro-Tier, bei dem der VGT Mitglied ist. Und dieser Verband hat mich als Stellvertreter von der bisherigen Vertretung, Brigid Weinzinger, die auch weiterhin in dieser Funktion bleibt, vorgeschlagen und das hat der Tierschutzminister nun abgesegnet. Ein normaler demokratischer Vorgang, dass auch die Tierschutzopposition zur regierenden Tierindustrie wenigstens eine Stimme hat. Aber der FPÖ ist sogar das zu viel. Wenn es nach dieser Partei geht, die nach ihren Skandalen gerade bei der Wienwahl in die Bedeutungslosigkeit versunken ist, dann sollte die Tierschutzpolitik offenbar nur von der Tierindustrie untereinander ausgemacht werden, also ein Feigenblatt bleiben.

Insbesondere die FPÖ-Klubobfrau im Salzburger Landtag, Marlene Svazek, beleidigt den VGT-Obmann als jemanden, der „mit infamen Lügen“ arbeiten und Tierschutz nur als „Selbsterhöhung und private Profitmaximierung“ betreiben würde. Einen Menschen im Übrigen, der von den Behörden im Tierschutzprozess unschuldig verfolgt und finanziell vernichtet worden ist. Profitmaximierung offenbar misslungen. VGT-Obmann Martin Balluch antwortet: Svazek hat sich in Salzburg als fanatische Gatterjagdbefürworterin ausgezeichnet, die in kindisch provokanter Manier an mehreren Tagen zu den VGT-Kundgebungen vor der Landesregierung erschienen ist und mit erhobener rechter Hand laut ‚Waidmannsheil!‘ gerufen hat. Das Verhalten erinnert an die deutschnationale Schnuddelecke der FPÖ. Peinlich für diese Partei, dass jemand wie Svazek in Salzburg die Leitung innehaben kann.

Und Balluch schließt: Svazek missbraucht die Immunität, die ihr ihre Position als Landtagsabgeordnete bietet. Sie beschimpft und beleidigt Privatpersonen, die sie dann nicht einmal klagen können, hätte aber sofort die Möglichkeit, mich zu klagen, wenn ich ihr auf dieselbe Weise antworten würde. Aber dieses Niveau ist mir zu primitiv. Wir vom VGT haben immer sachlich argumentiert und sind nie einer Diskussion ausgewichen. Was man von der FPÖ nicht behaupten kann, die zumindest in der Person von Svazek nicht nur gröhlt und beleidigt, sondern auch jede offene Diskussion scheut, allein schon, weil sie von Natur, Jagd und Tierschutz nicht die leiseste Ahnung hat.

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