Teilen:

Aufhebung des Gatterjagdverbots: Landesrat Schneemann meint, „Tierschützer freuen sich“

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (20.11.2020)

Eisenstadt, 20.11.2020

Kritische Stimmen tut Schneemann als Extremismus ab, dabei verfolgt er die extremistische Linie, alle Tierschutzorganisationen aus der Diskussion radikal hinaus zu halten

In den Medien verkündet Landesrat Schneemann, der noch mit keiner Tierschutzorganisation über seine unverändert geplante Aufhebung des Gatterjagdverbots gesprochen hat, dass sich Tierschützer:innen über die von ihm angekündigte Einschränkung der Treibjagd im Gatter freuen sollen. Wieder einmal ein ausgemachter Unsinn, den Schneemann da verbreitet, kontert VGT-Obmann Balluch. Das Jagdgesetz sieht momentan ein Verbot der Gatterjagd und eine Auflösung der Jagdgatter vor. D.h. wenn Schneemann gar nichts unternimmt, dann sind nicht nur Treibjagden, sondern alle Jagden im Gatter verboten, und zwar ohne Ausnahme. Und die Gatterzäune müssen abgebaut werden. Da müsste man schon ziemlich ahnungslos sein, als Tierschützer, würde man sich über diese dramatische Verschlechterung der Situation, wie Schneemann sie anstrebt, freuen. Aber ob sich Tierschützer:innen freuen oder nicht weiß Schneemann gar nicht, weil er nicht mit ihnen redet. Die Wahrheit abseits der Schneemann-Propaganda ist, dass sich alle Tierschützer:innen des Burgenlands einig sind, dass das Gatterjagdverbot um jeden Preis gegen Schneemann verteidigt werden muss!

Und Balluch weiter: Dass Schneemann offenbar in den sozialen Medien einen Shitstorm geerntet hat, ist nur ihm selbst zuzuschreiben. Natürlich verurteilt der VGT jede Beleidigung und falsche Unterstellung, aber wie Schneemann mit tierschutzaffinen Menschen umgeht, ist total respektlos. Es waren diese Menschen, die sich im Tierschutz engagieren, die das Gatterjagdverbot mühsam erkämpft haben. Jetzt würdigt er sie keines Gesprächs und will über ihre Köpfe hinweg ihre mühevolle, jahrelange Arbeit mit einem Schlag vernichten. Dass so eine Haltung keinen scharfen Protest hervorruft, kann nur ein politisch völlig naiver Mensch erwartet haben. Sollen die Burgenländer:innen einfach wie Schäfchen alles schlucken, was Schneemann ihnen vorsetzt?

Und direkt an Landesrat Schneemann gerichtet schließt Balluch: 76 % der Bevölkerung im Burgenland, Herr Schneemann, wollen, dass das Gatterjagdverbot unverändert bestehen bleibt. Ein ebensolcher Prozentsatz findet Ihr Vorgehen inakzeptabel. Was sagen Sie dazu? Ist Ihnen die Meinung der Mehrheit egal? Und wie rechtfertigen Sie die totale Gesprächsverweigerung mit der Interessensvertretung Tierschutz, die in Sachen Gatterjagd ja unmittelbar betroffen ist? Nur in totalitären Systemen regiert man über die Mehrheitsmeinung hinweg und verweigert jedes Gespräch mit der Zivilgesellschaft. Sie sollten nicht davon ausgehen, dass der Protest verstummen wird.

29.04.2026, Wien

Das Geschäft mit Kampffischen

VGT-Recherchen deuten darauf hin, dass in Österreich ein lukrativer Handel mit Zierfischen stattfindet.

29.04.2026, Südoststeiermark

VGT zeigt Schweinebetrieb in Südoststeiermark an: kein physisch angenehmer Liegebereich

Seit 2022 fordert die Verordnung zur Schweinehaltung, dass jedem Schwein ein physisch angenehmer Liegebereich geboten werden muss – auch Vollspaltenboden Neu bietet das nicht

28.04.2026, Südoststeiermark

VGT zeigt erste Schweinefabrik Österreichs mit Vollspaltenboden Neu: kein Unterschied!

Der von der Regierung als Ende des Vollspaltenbodens angekündigte neue Mindeststandard, der ab 2034/2038 gelten soll und „Gruppenhaltung Neu“ heißt, ist ununterscheidbar vom Bisherigen

23.04.2026, Wien

Geheime Grausamkeit – Wer versteckt die „Versuchstiere“?

Der 24. April ist der Welttag für Versuchstiere: Allein in Österreich leiden und sterben hunderttausende Tiere jedes Jahr für Tierversuche. Kontrollen und Transparenz fehlen.

23.04.2026, Wien

Nach Anfragen Informationsfreiheitsgesetz: Tierversuche sollen Staatsgeheimnis bleiben

Keine inhaltlichen Antworten der Landesregierungen; ca 500.000 Versuchstiere sterben jedes Jahr in Österreich, 7184 Versuchstiere zur Effizienzsteigerung von Tierfabriken 2025 genehmigt

22.04.2026, Wien

Tierversuche als Staatsgeheimnis: Einladung

Anlässlich des Welttags für Versuchstiere am 24. April fragt der VGT: Wer hält die Tiere versteckt?

22.04.2026, Salzburg

Mahnwache für Stadttauben vor dem Salzburger Schloss Mirabell

Um die 30 Salzburger:innen versammeln sich heute vor dem Sitz der Salzburger Stadtregierung, um auf das Leid der Stadttauben aufmerksam zu machen.

21.04.2026, Wien

Großes Interesse bei den Tierrechtstagen in Wien

Mit 80 Teilnehmer:innen beging der VGT letztes Wochenende die Tierrechtstage in Wien Das große Interesse zeugt davon, dass der brutale Umgang mit Tieren in Tierfabriken längst schon der Vergangenheit angehören sollte.