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Burgenland: Regierung beruft extra Landtagssitzung ein, um die Aufhebung des Gatterjagdverbots noch vor Weihnachten durchzupeitschen

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (01.12.2020)

Eisenstadt, 01.12.2020

Ohne Anlass, ohne sachliche Argumente, ohne Diskussion und gegen die Mehrheitsmeinung – SPÖ-Regierung will am 4. Dezember Fakten schaffen und hofft offenbar, dass dann Gras über die Lex Esterhazy wächst

Kein (normaler) Mensch will die Gatterjagd. Das hat eine Gallup-Umfrage im Burgenland ganz deutlich gezeigt. Es gibt auch keine sachliche Begründung dafür, Tiere in einem Gehege zu züchten, um sie dann gegen Geld perversen Jagdgästen zum Abschuss vorzusetzen. Und weil das Landesrat Schneemann und seiner SPÖ-Regierung völlig klar ist, verweigern sie jede Diskussion. Vor 4 Jahren war der VGT noch als Gesprächspartner willkommen. Jetzt, wenn man nach einer 180 Grad Kehrtwende sogar gegen seine eigenen Fachgutachten handelt, schließt man mit dem VGT auch gleich alle Tierschutzorganisationen aus den Gesprächen aus, ja verweigert selbst bei der Pressekonferenz dem VGT-Obmann jede Frage. Und nun ist die Stoßrichtung klar. Um die Kritik an diesem Vorgehen der Regierung, das nach einer Gallup-Umfrage 75 % der Menschen für inakzeptabel halten, möglichst abzukürzen, will man rasch noch vor Weihnachten Fakten schaffen. Jetzt wurde für den 4. Dezember 2020 eine außertourliche Landtagssitzung anberaumt, um die umstrittene Aufhebung des Gatterjagdverbots noch durchzupeitschen.

VGT-Obmann Martin Balluch dazu: Wer so vorgeht, wie die Regierung in der Frage der Aufhebung des Gatterjagdverbots, hat etwas zu verbergen, soviel ist klar. Warum beantworten sie keine Fragen? Warum liefern sie keine Argumente? Warum können sie nicht einmal einen Anlass nennen, das Gatterjagdverbot wieder anzurühren? Das stinkt zum Himmel! Dieses Vorgehen ist eines demokratischen Landes nicht würdig! Und noch dazu von einer SPÖ-Alleinregierung, die bisher immer von sich behauptet hat, tierfreundlich zu sein. Jetzt sollen in alle Ewigkeit aufgemästete Trophäenträger und gezüchtete Wildtierrudel in Gehegen von der Perversen-Nische der Gesellschaft massakriert werden dürfen. Ich gratuliere zu dieser Glanzleistung!

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