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Vollspaltenboden Schweine: bundesweit Proteste vor ÖVP-Zentralen der Bundesländer

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (11.03.2021)

Wien, 11.03.2021

In 9 Landeshauptstädten versammelten sich Tierschützer:innen heute Vormittag gleichzeitig, um die Regierungspartei ÖVP an ihre Verantwortung Schweinen gegenüber zu erinnern

Während der Grüne Tierschutzminister Anschober die Anliegen der Tierschützer:innen unterstützt, scheint es nur an ÖVP Landwirtschaftsministerin Köstinger zu liegen, dass noch immer kein Verbot der Haltung von Schweinen auf Vollspaltenboden beschlossen wurde. Doch eine Novelle des Tierschutzgesetzes steht unmittelbar bevor, da die EU bereits eine Missstandsfeststellung zur Schweinehaltung in Österreich übermittelt hat. Daher protestierten heute Tierschützer:innen in allen 9 Landeshauptstädten gleichzeitig vor den ÖVP-Zentralen, um zu fordern, dass das Verbot des Vollspaltenbodens zusammen mit verpflichtender Stroheinstreu und mehr Platz, sodass alle Tiere gleichzeitig nebeneinander im Stroh liegen können, in dem Gesetz verankert wird.

 

Zur Petition

 

VGT-Obmann Martin Balluch dazu: Die Bundesregierung hat gar keine andere Wahl, als auf die Menschen zu hören und den Vollspaltenboden zu verbieten. 96 % der Menschen wollen das, die EU sieht im routinemäßigen Schwanzkupieren, das auf den Vollspaltenboden zurückzuführen ist, einen Missstand und die Volksanwaltschaft fordert praktische Konsequenzen, wenn im Gesetz verankert wird, dass der Liegebereich für die Schweine physisch angenehm sein muss. Die Proteste werden sich jetzt intensivieren, soviel ist klar. Besser wäre die ÖVP beraten, einen breiten Dialog mit allen beteiligten Interessensvertretungen zu führen, und ein gutes Gesetz auszuarbeiten, wie das beim Legebatterieverbot 2004 der Fall war.


Pressefotos frei zum Abdruck (Copyright: VGT.at)

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