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Wien, am 03.05.2021

Initiativantrag Grüne OÖ: Landtag möge Bundesregierung Vollspaltenverbot nahelegen

Auch im NÖ Landtag gab es erneut einen derartigen Antrag, und in Wien und Salzburg haben die Landtage bereits entsprechende Resolutionen beschlossen.

In Oberösterreich leben österreichweit die meisten Schweine auf Vollspaltenboden. Umso wichtiger, dass auch dort nun ein Initiativantrag für eine Resolution an die Landesregierung im Landtag aufliegt, sich bei der Bundesregierung für ein Verbot der Haltung auf Vollspaltenboden einzusetzen. Diesen Antrag haben die Grünen OÖ jetzt als Beilage 1619/2021 eingebracht. Das Rathaus in Wien und der Landtag in Salzburg haben beide bereits derartige Resolutionen beschlossen. Auch in Niederösterreich haben die Grünen erneut einen entsprechenden Antrag gestellt. Und bundesweit liegen Anträge auf ein Verbot des Vollspaltenbodens seitens der SPÖ zusammen mit den NEOS vor. Der Druck auf das Landwirtschaftsministerium steigt, endlich auf die Menschen in Österreich zu hören und einem Fortschritt in der Schweinehaltung nicht mehr im Weg zu stehen. Auch anlässlich der heutigen Nationalratssitzung protestieren Tierschützer:innen an den Zugängen beim Schweizer Tor und am Josefsplatz für ein Verbot des Vollspaltenbodens verbunden mit verpflichtender Stroheinstreu und ausreichend Platz, sodass die Schweine gleichzeitig nebeneinander im Stroh liegen können.

VGT-Obmann Martin Balluch dazu: Es brodelt, politisch wie gesellschaftlich. Alle wollen ein Ende der Haltung von Schweinen auf Vollspaltenboden, außer diejenigen, die davon profitieren, sowie deren Lobby im Parlament. Wie lange will die ÖVP noch die zunehmenden Proteste aussitzen? Wie lange will Landwirtschaftsministerin Köstinger noch ihren Kopf in den Sand stecken? Corona hin oder her, das Thema wird jetzt nicht mehr abflauen. Und wenn notwendig, werden wir die nächsten Wahlen in OÖ als Anlass nehmen, die Tierquälereipolitik der ÖVP publik zu machen. Vielleicht sollte sich die ÖVP bei der SPÖ im Burgenland erkundigen, ob der VGT, wenn er es darauf anlegt, die Menschen eines Bundeslandes für sein Anliegen erreicht. Wenn eine Frage, wie die des Vollspaltenbodens, wissenschaftlich geklärt ist und die Alternative von 96 % der Menschen befürwortet wird, dann sind alle friedlichen, zivilgesellschaftlichen Mittel gerechtfertigt, der Regierung auf die Sprünge zu helfen.

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