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Froher Muttertag? Nicht für Schweinemütter!

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (05.05.2021)

Wien, 05.05.2021

Mutterschweine werden in körpergroße Kastenstände gesperrt, in denen sie sich kaum bewegen können.

Am 9. Mai wird Muttertag gefeiert. Ein Tag, an dem wir all den Müttern gedenken, die sich so aufopfernd um ihre Kinder kümmern. Schweinemüttern ist das leider nicht erlaubt. Sie werden in einen sogenannten Kastenstand gesperrt, ein körpergroßer Käfig, in dem sie sich gerade einmal aufstellen und hinlegen können. Umdrehen oder sonstige Bewegungen sind nicht möglich. Die Industrie bezeichnet den Kastenstand zynischerweise als „Ferkelschutzkorb“, denn er soll dazu dienen, dass die Mutter ihre Kinder beim Hinlegen nicht erdrücken kann. In einer naturnahen Umgebung bestünde diese Gefahr allerdings gar nicht. Schweinemütter haben das intensive Bedürfnis, vor der Geburt ein weiches Nest, beispielsweise aus Stroh, zu bauen. Diese natürliche Verhaltensweise wird den Tieren durch den Kastenstand völlig verwehrt. Durch die weiche Unterlage im Nest gäbe es keine Gefahr, dass Ferkel erdrückt werden, denn sie können sich einfach unter der Mutter hervor wühlen. Früher war es erlaubt, die Schweinemütter ihr gesamtes Leben lang, 24 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr, in so einen Kastenstand zu sperren. Durch den Einsatz des VGT wurde diese Zeit seit 2013 auf wenige Wochen im Jahr beschränkt, für Neubauten sind Kastenstände heute laut Gesetz bis auf wenige Tage im Jahr verboten, die Übergangsfrist dafür beträgt allerdings 20 Jahre, also noch bis zum Jahr 2033!

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VGT-Aufdeckung

Erst kürzlich hat der VGT eine Schweinezucht im Bezirk St. Pölten in Niederösterreich aufgedeckt, wo Schweinemütter wahrscheinlich ihr gesamtes Leben lang in enge Kastenstände gesperrt wurden. Außerdem waren die Köpfe zahlreicher junger Ferkel mit blutigen Kratzern übersät, die durch den Kampf um Zugang zur Muttermilch entstehen. Denn durch die Leistungszucht bringen die Schweinemütter viel zu viele Ferkel zur Welt. Neben den in Kastenstände gesperrten Müttern lagen tote Ferkel, von denen einige bereits starke Verwesungsspuren zeigten. Die Schweinemütter mussten den Todeskampf mitansehen und konnten ihren Babys nicht helfen, weil sie sich durch den Kastenstand fast gar nicht bewegen können. Auch die Behälter der Tierkörperverwertung vor der Zuchtanlage waren randvoll mit verstorbenen Schweinen. Die Auflagen in der Schweinezucht sind ohnehin lasch und sogar dagegen wird in der Industrie oftmals verstoßen.

Frohen Muttertag!

Nach der Schweinezucht werden die Ferkel von ihren Müttern getrennt und kommen in die Mast. Nach ca. sechs Monaten werden sie geschlachtet und zu Schweinefleisch verarbeitet. Auch bei anderen sogenannten Nutztierarten sieht das nicht anders aus. Auch Kälber werden von den Kühen getrennt und Kücken sehen ihre Mütter sogar niemals, weil sie in industriellen Brutanlagen aus dem Ei schlüpfen. Wer also einen wirklich frohen Muttertag erleben will, sollte auch an die vielen Mütter in der „Nutz“tierindustrie denken und an diesem Muttertag vielleicht auf tierliche Produkte verzichten! Der vegane Monat der Veganen Gesellschaft Österreich hilft dabei, den Umstieg auf eine pflanzliche und tierleidfreie Ernährung zu schaffen. Allen Müttern und ihren Kindern zuliebe!

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