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Gerettetes Schwein Anna plädiert für frisches Obst und Gemüse als Essen für Schweine

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (18.05.2021)

Wien, 18.05.2021

In der Vollspaltentierfabrik wird nur ein Flüssigfraß verfüttert, oft mit Kot verseucht, der den Tieren nicht schmeckt und sie im Gegensatz zu festem Essen nicht beschäftigt

Das Schwein Anna wurde aus einer Vollspaltenboden-Tierfabrik gerettet und lebt jetzt frei und selbstbestimmt. Sie ist die beste Botschafterin für die Schweine in Tierfabriken, weil sie beides erlebt hat und dabei gefilmt wurde. Wenn die Schweineindustrie fragt, warum Tierschützer:innen glauben, zu wissen, was Schweine wirklich wollen, dann kann man auf Anna verweisen. Den flüssigen Fraß in der Tierfabrik, lieblos in den Trog geschüttet, hat sie in ihrer hungrigen Not sehr rasch gegessen, obwohl er oft mit Kot verseucht ist. Das deswegen, weil die Schweine so eng stehen, dass sie sich zum Koten nicht wegbewegen können, und daher statistisch immer wieder Fäkalien im Futtertrog landen. Ganz anders Anna heute. Sie bekommt frisches Obst und Gemüse und isst das mit einem Gusto, der seinesgleichen sucht. Zusätzlich kann sie den ganzen Tag ihre 4 ha Wiese und Wald nach Essbarem durchwühlen. Sie ist also bei fester Nahrung viel länger beschäftigt und langweilt sich nicht, wie in der Tierfabrik. Alle diese Aspekte tragen dazu bei, dass sich die Schweine in der Tierfabrik aus neurotischen Gründen gegenseitig in Schwanz und Ohren beißen.

Das neunte Video von Anna über ihr Essen:

Der VGT fordert daher eine umfassende Verbesserung der Schweinehaltung auf allen Ebenen. Zentrales Element dafür ist das Verbot des Vollspaltenbodens mit verpflichtender, tiefer Stroheinstreu und doppelt so viel Platz. Neben vielen anderen Vorteilen gibt das den Schweinen die Möglichkeit, den Kotplatz vom Essplatz zu trennen, und am Stroh wenigstens zu kauen.

VGT-Obmann Martin Balluch dazu: Ich habe Anna besucht und ihr beim Essen zugesehen. Wie laut sie schmatzt und genüsslich an Karotten, Äpfeln und Rhabarber herum kaut! Man bekommt richtig Lust, selbst in dieses Obst und Gemüse hinein zu beißen. Und genau das ist das ökologische Problem bei Schweinefleisch: Schweine essen gerne dasselbe wie Menschen. Dieselbe Menge an Schweinefleisch benötigt also ein Vielfaches an gesunder Nahrung für Menschen. Abgesehen vom Tierleid, kann sich die Menschheit mit 8 Milliarden Einwohner:innen auf der Erde keine solche Verschwendung leisten. Die Schweine-Massenproduktion in Tierfabriken muss daher grundsätzlich überdacht werden!

Anna- die komplette Video-Serie von Beginn: vgt.at/anna


Pressefotos frei zum Abdruck (Copyright: VGT.at)

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