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Skandal: Trabrennpferd am Sonntag in der Krieau gestorben

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (23.06.2021)

Wien, 23.06.2021

VGT fordert Verbot von Trabrennen

Laut Einträgen im einschlägigen Traberforum.at ist am Sonntag das Pferd Samuel, das am Hauptrennen teilgenommen hat, nach einer schweren Beinverletzung eingeschläfert worden. Das betroffene Pferd liegt im Rennen die meiste Zeit an letzter Stelle, nach zwei von drei Runden kommt es plötzlich ins Galoppieren ( was zur Disqualifikation geführt hätte) und verschwindet aus dem Bild der Übertragung. Laut Ergebnisliste hat das Pferd das Rennen frühzeitig abgebrochen.

Der Pferderennsport ist ein besonders grausamer Sport, bei dem Tiere zu Höchstleistungen gezwungen werden und mitunter auch oft beim Schlachter landen, wenn sie die Leistung nicht mehr zu bringen imstande sind.

Doch nicht nur der Tod des Rennpferds schockiert Tierschützer:innen. Die Live-Übertragung des 136. Österreichischen Traberderbys  macht Tierschützer:innen sprachlos: Denn am vergangenen Sonntag wurden nicht nur Wiens Fiakerpferde regelrecht gebacken – in der Krieau wurden bei Temperaturen von bis zu 36 Grad Trabrennen über Distanzen von bis zu 2600 Meter durchgeführt. Die verantwortliche Rennbahn-Tierärztin spricht im Widerspruch zu allen Fakten davon, dass Pferde “Wüstentiere” seien – jedoch zeigt eine Studie, dass Menschen mit Läufen in der Hitze sogar besser zurecht kommen als Pferde. Das Siegerpferd musste für die Schlusszeremonie noch voll eingezäumt in der prallen Sonne stehen. Der Besitzer des Siegerpferds spricht von seinem Tier als „Zuchtprodukt“. Der Umgang mit den Tieren wirkt teilweise grob. Ein Pferd wird frontal mit Wasser abgespritzt, anstatt sachgerecht schrittweise von unten nach oben, es bläht die Nüstern stark und blutet sogar an einer Nüster.

VGT-Pferdecampaigner Georg Prinz ist entsetzt: Eine solche Tierquälerei wie der Trabrennsport hat in einer modernen Gesellschaft nichts mehr verloren. Dass der Tod eines erst 4-jährigen Pferdes für die Verantwortlichen nicht mal ein klares Statement wert ist, offenbart den Geist, der diese Rennen umweht: Pferde sind für diese Menschen nur Sportgeräte, es zählen nur Ergebnisse, nicht aber das Wohl der Pferde. Auch die Tatsache, dass dieses Rennen bei  vom ORF kolportierten 36 Grad um jeden Preis durchgepeitscht wird, zeigt, dass hier jegliches Verständnis für die Bedürfnisse von Pferden abhanden gekommen ist.

Abschließend fordert Prinz Konsequenzen: Als Tierschutzverein lehnen wir Tierquälerei zu bloßen Unterhaltungszwecken ab. Aus gutem Grund wurden bereits Wildtiere im Zirkus und Tierkämpfe in Österreich verboten. Als nächste logische Konsequenz muss ein Verbot dieser Trabrennen folgen. Als Sofortmaßnahme wäre ein Hitzefrei ab 30 Grad überfällig!


Link zum 136. Österr. Traberderby: Video

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