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ÖVP-Ministerin Köstinger auf Vollspaltenboden und ein Schwein schaut vom Sessel aus zu

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (01.07.2021)

Wien, 01.07.2021

VGT empfiehlt Rollentausch, um den Betonköpfen im Landwirtschaftsministerium klar zu machen, was der Vollspaltenboden wirklich für die Schweine bedeutet

Sie ist schon – als Pappfigur – mit VGT-Obmann Balluch in einer Schweinefabrik gewesen und hat sich das Tierleid und die Güllemaden auf Vollspaltenboden zeigen lassen. Offenbar hat das aber ÖVP-Landwirtschaftsministerin Köstinger wenig beeindruckt, bleibt sie doch weiterhin, ohne Stellung zu nehmen und ohne sich zu rechtfertigen, bei ihrem Veto gegen das Verbot des Vollspaltenbodens, wie es das Tierschutzministerium vorschlägt. Naja, vom weichen Bürosessel aus ist das auch nicht wirklich zu beurteilen. Deshalb organisierte der VEREIN GEGEN TIERFABRIKEN heute auf der Wiener Mariahilferstraße einen Rollentausch: das Schwein am Schreibtischsessel und Köstinger auf Vollspaltenboden. Übertrieben? Kann man denn Tier und Mensch vergleichen? Ja, kann man, sagt uns die Wissenschaft. Es gibt keinen einzigen evolutionären Grund, warum ein Schwein den Vollspaltenboden leichter vertragen sollte, als ein Mensch: die Haut ist ähnlich, genauso wenig behaart, wir haben ein ähnliches Gewicht und weder Mensch noch Schwein wurden in ihrer Stammesgeschichte mit einer solchen Qual konfrontiert, um sich darauf anzupassen. Es ist also völlig legitim, sich als Mensch diesbezüglich in ein Schwein hinein zu versetzen und sich zu fragen, wie sich das anfühlt.

VGT-Obmann Martin Balluch dazu: Genau das ist das Hauptproblem, dem wir uns in Österreich gegenüber sehen, wenn es um den Umgang mit Tieren geht. Menschen gelten rechtlich als Personen, Tiere als Sachen. Sachen fühlen nichts, Sachen haben keine Eigeninteressen, mit Sachen kann man sich als Mensch daher auch nicht vergleichen. Aber wir alle wissen, dass das grundfalsch ist. Tiere sind keine Sachen. Tiere fühlen wie wir Menschen. Ein harter Boden ist für Mensch und Schwein gleich hart. Scharfe Kanten gleich scharf. Die körperliche Enge, die Beschäftigungslosigkeit und der Dreck, gleich belastend. Was wir Millionen von Schweinen täglich antun, ist in Wahrheit ein Verbrechen ungeheuerlichen Ausmaßes. Es wird Zeit, als Gesellschaft das anzuerkennen und es sofort zu beenden. Jede Minute zählt!


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