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Welttag für ein Ende des Speziesismus

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (24.08.2022)

Wien, 24.08.2022

Der Welttag für ein Ende des Speziesismus wurde 2015 ins Leben gerufen und findet heuer am 27. August 2022 statt. Auf der ganzen Welt werden an diesem Tag Aktionen abgehalten.

Speziesismus bezeichnet eine Ideologie, die davon ausgeht, dass das Leben und die Interessen von Tieren ignoriert werden dürfen, nur weil sie einer anderen Art als der Mensch angehören. Im Gegensatz dazu lehnt der Antispeziesismus diese Haltung ab und fordert, dass auch Tiere angemessene Rechte haben sollen. Der Welttag für ein Ende des Speziesismus fordert, dass die Artengrenze keine moralische Grenze sein darf. Unsere Gesellschaft muss sich daher in eine Richtung bewegen, wo Tiere in moralische Abwägungen einbezogen werden.

Beispiele

Millionen von Tieren werden jedes Jahr vom Menschen durch die Nutztierindustrie ausgebeutet. Viele Tiere verbringen ihr ganzes Leben in engen Käfigen, auf Vollspaltenböden oder an einer kurzen Kette angebunden. Und das alles nur für für den menschlichen Verzehr, für wenige Minuten auf dem Teller und den kurzen „Genuss“. Außerdem leidet eine Vielzahl an Tieren in der Forschung unter grausamen Tierversuchen und Experimenten. Und das, obwohl es bereits viele adäquate Alternativen gäbe, die nur weiter erforscht und ausgebaut werden müssten. In Zoos und Zirkussen werden Tiere für die menschliche Unterhaltung zur Schau gestellt und dafür in nicht artgerechte Gehege gesteckt oder zu Kunststücken gezwungen. All das sind Beispiele für Speziesismus, also die Behandlung der Tiere ohne Rücksicht auf ihre tatsächlichen Bedürfnisse.

Forderungen

Die Forderungen, die vom Organisationsteam des Welttages für das Ende des Speziesismus (WES) erarbeitet wurden, lauten:

  • Ein neuer juristischer Status für nichtmenschliche Tiere, so dass sie nicht mehr einen Eigentumsstatus haben und als fühlende Wesen betrachtet werden.
  • Die Schaffung von öffentlichen Sensibilisierungskampagnen zu Speziesismus und Respekt vor dem Leben der Tiere, einschließlich der Integration dieser Themen in den Lehrplan.
  • Das Ende der Fischerei und die Schließung von Schlachthöfen, mit einem Ende der Subventionen für die Tierhaltung, die Einführung von Beihilfen für die Umschulung von Arbeitnehmer:innen in diesem Sektor und die Abschaffung der Tötung von Tieren zum Verzehr.
  • Ein Ende der Verwendung von nichtmenschlichen Tieren als wissenschaftliches Material und verstärkte öffentliche Investitionen in tierversuchsfreie Methoden und Forschung.
  • Berücksichtigung der Interessen von nichtmenschlichen Tieren bei allen Entscheidungen, die die Umwelt betreffen.

Auf der ganzen Welt finden jedes Jahr Aktionen zum Welttag für ein Ende des Speziesismus statt. Mit Demonstrationen, Protestmärschen, Vorträgen und vielen weiteren Aktionen zeigen Tierschützer:innen ihre Solidarität mit nichtmenschlichen Tieren.

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