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Wien, am 11.05.2022

Grüne finanzieren extreme Greenwashing Veranstaltung der Tierindustrie: Konsum"dialoge"

Alle Tierschutz- und Umwelt-NGOs ausgeladen, dafür verbreitet das Who is Who der Tierindustrie unkritisiert Propaganda für Tiertransporte und Massentierhaltung und verunglimpft die pflanzlichen Alternativen

Im Vorfeld war schon klar, dass bei den sogenannten Konsumdialogen nur eine Seite zu Wort kommen wird, sind ja sämtliche Tierschutz- und Umwelt-NGOs, die sich seit Jahrzehnten zu den Themen Tierhaltung und Umweltzerstörung durch Tierprodukte kritisch äußern, explizit ausgeschlossen worden. Es ginge schließlich um Lebensmittel und nicht um Tiere, wurde dem VGT als Begründung von den Grünen genannt, die dieses Event hauptsächlich finanzieren. Bei der heutigen Eröffnung zeigt diese Werbeveranstaltung der Tierindustrie aber ihr wahres Gesicht: ein wunderschön eingerichteter, begehbarer Tiertransporter wirbt für Zuchtrinderexporte über 5.000 km nach Zentralasien, lustige Bildchen von Schweinen und anderen Tieren kaschieren Vollspaltenboden und Massentierhaltung und die pflanzliche Alternative wird wo es geht verunglimpft. Hände weg! steht da explizit zur vegetarischen Alternative, weil es sich um Soja aus China handeln könnte. Nicht plakatiert wird, dass für das Schweinefutter in Österreich 600.000 Tonnen genmanipuliertes Soja aus dem südamerikanischen Regenwaldgebiet importiert wird. Aber darüber schweigt sich diese extreme Greenwashing Veranstaltung der Grünen für die Tierindustrie wohlweislich aus.

Gerade erst ist das Ergebnis des Volksbegehrens gegen Tiertransporte bekannt geworden. 430.000 Menschen haben dagegen unterschrieben. Davor schon 420.000 gegen die Massentierhaltung beim Tierschutz-Volksbegehren. Diese beiden Volksbegehren zum Tierschutz haben die meisten Unterschriften der letzten 23 Volksbegehren! Aber genau diese Menschen und ihre Anliegen sind bei der Greenwashing Veranstaltung der Grünen ausgeschlossen. Ihre Meinung spiegelt sich nicht wieder. Niemand ist dort, der die Geschichte der Tiere erzählt, die auf den 5.000 km langen Tiertransporten extrem leiden. Niemand stellt richtig, was da an Propaganda aufgetischt wird. Niemand erinnert daran, dass der Weltklimarat gerade angekündigt hat, dass die Erde einen Temperaturanstieg von 1,5 ° C schon 10 Jahre früher erreichen wird – und zwar genau wegen der Tierindustrie, die auf dieser Grünen Veranstaltung so massiv beworben wird.

VGT-Obmann DDr. Martin Balluch ist entsetzt: Was ist in die Grünen gefahren, dass sie plötzlich Klimawandel und Tierschutz ignorieren und mit unseren Steuergeldern über Grüne Ministerien einen reinen Werbeevent der Tierindustrie finanzieren, bei dem auch noch Langstreckentiertransporte beworben werden? Schulklassen werden da durchgeführt, um sie mit Propaganda zu indoktrinieren! Sie sollen nur ja nicht für Tierleid sensibel werden und vegane Alternativen ins Auge fassen. Kein Wunder, dass Fridays For Future und der Jugendrat ihre Unterstützung zurückgezogen haben. Und weiter: Auffällig, dass die Grünen gerade Herrn Bohrn-Mena mit der Organisation dieser Tierindustrie-Werbung beauftragt haben. Ein Mensch, der zuerst Mitglied bei der ÖVP war, um dann alle Parteien durch zu probieren, schließlich ein Tierschutzvolksbegehren organisiert, bei dem er sich gleichzeitig von der Tierindustrie bezahlen lässt und als Doppelagent für 250.000 Euro eine Imagekampagne der Hühnerindustrie anzetteln will, ist dafür vermutlich wirklich sehr gut geeignet. Allein, die Menschen, denen es wirklich ums Tierleid geht, bleiben bei dieser Entwicklung mit offenem Mund zurück!

Pressefotos (Copyright: VGT.at)

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