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ÖVP-Versagen: VGT-Aktivist:innen trauern um den Tierschutz

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (19.05.2022)

Wien, 19.05.2022

Gegen den Willen der Bevölkerung vertritt die ÖVP beinhart die Interessen der Tierindustrie und glaubt, jeden Tierschutzfortschritt ungestraft blockieren zu können

Halbzeit für die Schwarz-Grüne Regierung: Mittlerweile sind zwei Tierschutzminister und eine Landwirtschaftsministerin zurückgetreten, nach wie vor leiden die Schweine auf Vollspaltenböden. Nach 2,5 Jahren intensiver Kampagnenarbeit wurden auf politischer Ebene noch keine Verbesserungen für Österreichs Tiere umgesetzt.

Wenn es nach der ÖVP und ihrem Bauernbund geht, der seit 1986 das Landwirtschaftsministerium in Anspruch nimmt, ist der Tierschutz tot. 1846 wurde in Österreich das erste Tierschutzgesetz erlassen, 2022 meint die ÖVP nun, genug ist genug und will keine wesentlichen Punkte mehr hinzufügen. Scheinbar soll alles der privaten Einzelentscheidung der Menschen überlassen sein. Wer Schweine auf Vollspaltenboden quälen will und wer das Fleisch aus dieser Qualhaltung essen möchte, soll das auch können. So das Credo der tierschutzfeindlichen ÖVP. Da müsse sich der Staat heraushalten. Um diese Einstellung der ÖVP zu verdeutlichen, hat der VGT heute vor der Nationalratssitzung ein Begräbnis des Tierschutzes durchgeführt. "RIP Tierschutz † 2022"  war am Grabstein zu lesen. Eine schwarz gekleidete Trauergesellschaft stand daneben und weinte um den Tierschutz. Parallel dazu sprachen Aktivist_innen die eintreffenden Abgeordneten auf das Tierleid am Vollspaltenboden an.

SPÖ-Tierschutzsprecher Dietmar Keck zeigte sich solidarisch und kündigte an, in der heutigen Sitzung des Nationalrates einen erneuten Antrag auf ein Vollspaltenbodenverbot einzubringen. Währenddessen war vom ÖVP-Abgeordneten Nikolaus Prinz nur zu hören, die Tierschützer:innen seien nicht "realitätsnah". Eine seltsame Aussage eines Politikers, der sich scheinbar noch nie mit den Bedürfnissen von Schweinen und dem realen Horror in Österreichs Schweineställen beschäftigt hat. Dabei gäbe es genügend Gelegenheiten, der VGT veröffentlicht in regelmäßigen Abständen Aufnahmen solcher furchtbaren Haltungen (vgt.at/aufdeckungen)

VGT-Kampaigner Georg Prinz  dazu: Die ÖVP steht mit ihrer tierschutzfeindlichen Positionierung gegen die große Mehrheit der Bevölkerung.  Erst kürzlich ergab eine Integral-Umfrage, dass 91 Prozent der Menschen ein Vollspaltenbodenverbot befürworten. Also welches "Volk" meint die ÖVP, mit ihrer Anti-Tierschutz Haltung zu vertreten? Nun hat neben Kurz auch Köstinger die politische Bühne verlassen. Bleibt zu hoffen, dass ihr Nachfolger Norbert Totschnig vernünftiger ist und die verpfuschte Tierschutznovelle, die diesen Namen nicht einmal verdient, neu verhandelt. Der VGT ist jedenfalls gesprächsbereit!

Pressefotos (Copyright: VGT.at)

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