Teilen:

Fiaker: Über 300 Rechtsverstöße allein im August

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (05.09.2022)

Wien, 05.09.2022

Schweifanbinden, zu frühes Auffahren, Überbelegung der Standplätze, Beleidigungen: Wiener Fiaker nehmen es mit den Gesetzen nicht ganz so genau 

An 14 Tagen im August musste der VGT insgesamt 315 Verstöße gegen das Wiener Fiakergesetz, die Fiaker-Betriebsordnung und das Tierschutzgesetz feststellen. Die häufigsten Verstöße waren dabei das zu zeitige Auffahren auf die Standplätze, was für die Pferde eine zusätzliche Verlängerung der ohnehin viel zu langen Arbeitszeit bedeutet. Außerdem gab es zahlreiche Fälle von Überbelegung der Standplätze.  Auch das Schweifanbinden, das eine Einschränkung der Bewegungsfreiheit der Tiere darstellt, konnte mehrmals dokumentiert wurden. Der VGT hat den Behörden eine ausführliche Dokumentation dieser Übertretungen übergeben.

Zur Petition


Leider zeigen die Fiaker keine große Einsicht für ihr offensichtlich rechtswidriges Verhalten. So deckten einige Fiakerfahrer:innen ihre Kennzeichen ab, um Anzeigen für Verstöße zu entgehen - was wiederum gegen die Fiakerbetriebsordnung verstößt. Andere versuchten, das Dokumentieren aktiv zu verhindern und beleidigten Passant:innen und Tierschützer:innen auf geschmackloseste Weise. Dies entspricht nicht dem höflichen, besonnenen Verhalten, das Fiaker laut Fiakerbetriebsordnung im Fahrdienst an den Tag legen sollten und wird ebenso zur Anzeige gebracht.

VGT-Fiaker-Campaigner Georg Prinz dazu: Die Fiaker dürfen zentrale öffentliche Plätze für ihre privaten Unternehmungen verwenden, sie erhielten zweimal großzügige Corona-Förderungen. Seit 2016 gab es auch keine dringend benötigte gesetzliche Nachschärfung mehr. Da wäre es doch das mindeste, sich an die Verordnungen und Gesetze der Stadt Wien zu halten. Wie lange lassen sich Tierschutzstadtrat Jürgen Czernohorszky und Verkehrsstadträtin Ulli Sima noch von den Fiakern auf der Nase herumtanzen? Eine Reduktion der momentan rechtswidrig überbelegten innerstädtischen Standplätze würde auch den Pferden zugute kommen. Laut einer aktuellen Umfrage fordern 80 Prozent der Österreicher:innen eine Reduktion des Fiakerbetriebs in der Innenstadt.

Der VGT fordert angesichts dieser Verstöße:

  • Reduktion der Arbeitszeit auf höchstens 8 Stunden pro Tag
  • Ausstiegsplan für die Fiakerstandplätze in der Innenstadt
  • Widmung der Platzkarten auf einen fixen Standplatz bei ansonstiger Streichung der Platzkarten für nie verwendete Standplätze
  • Verlust der Konzession bei mehrmaligen, bewussten Verstößen gegen die selben Regelungen
  • Vereinheitlichung der erlaubten Betriebszeiten auch für bestellte Fahrten, um Missbrauch zu verhindern

13.05.2026, Wien

Wir gewinnen Bronze beim VAMP Award!

Ein großer Erfolg für den VGT und den Tierschutz

12.05.2026, Österreich

Einblicke in den VGT-Tierschutzunterricht

Unterrichtsbeispiele für unterschiedliche Schulstufen - kreativ, interaktiv und altersgerecht!

12.05.2026, Wien

Rechtskräftig: Schweinefabriksbesitzer Hardegg darf VGT nicht terroristisch nennen

Hardegg hat das Urteil des Handelsgerichts Wien anerkannt: der VGT darf nicht „terroristische Vereinigung“ genannt werden und Hardegg muss dem VGT € 5.423,48 bezahlen

08.05.2026, Wien

Gemeinsam für Tiermütter – VGT-Aktion im Herzen Ottakrings

Der VGT macht heute den Yppenplatz zum Aktivismus-Hotspot

08.05.2026, Niederösterreich

FPÖ-Kickl findet das Schlagen von Kindern gut, aber Tierschutz raus aus den Schulen

Fragwürdiger Wertekompass in Pädagogik: in einer gestrigen Presseaussendung will die FPÖ Kinder vor Tierschutz „schützen“, während ihr Chef die „gsunde Watschn“ propagiert

06.05.2026, Wien

Amphibienwanderung Hanslteich erfolgreich abgeschlossen

VGT vermeldet sinkende Erdkrötenzahlen und betont die Wichtigkeit des Tunnelbaus

06.05.2026, Südoststeiermark

VGT zu Styriabrid: die Menschen wollen keinen Vollspaltenboden, egal ob Neu oder Alt

Zur VGT-Demo vor einer „Vorzeige-Schweinefabrik“ mit dem neuen Mindeststandard Vollspaltenboden ab 2034/2038 meinte Styriabrid, die Konsument:innen fänden das gut

05.05.2026, Südoststeiermark

Lauter VGT-Protest nach Aufdeckung vor neuem Vollspaltenboden-Schweinebetrieb

„Strukturierter“ Vollspaltenboden Neu, wie ab 2034/2038 neuer Mindeststandard; Demo betont: der Vollspaltenboden muss weg, es gibt weiterhin keine Rechtssicherheit in der Schweinebranche