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Martini: Riesen-Graffito zu Gänsequal am Donaukanal

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (02.11.2022)

Wien, 02.11.2022

Botschaft: hinter dem Gansl-Braten zu Martini verbirgt sich oft massenhaft Tierleid

Unbekannte Künstler:innen haben am Donaukanal gegenüber der Strandbar Herrmann eine deutliche Tierschutzbotschaft in Form eines Riesen-Graffitos hinterlassen. Die Botschaft: hinter den im November massenhaft konsumierten Martinigänsen verbirgt sich oft großes Tierleid. Denn drei Viertel der in Österreich zu Martini konsumierten Gänse stammen aus dem Ausland, wo grausame Stopfmast und Lebendrupf noch immer praktiziert werden. Wer also im Gasthaus ein Martinigansl bestellt und nicht nachfragt, woher dieses stammt, isst mit nicht geringer Wahrscheinlichkeit ein Lebewesen, das vor seinem Tod im Schlachthof maximale Qualen erleiden musste.

Doch auch in der österreichischen Gänsemast gibt es Aufholbedarf: den Gänsen, die von Natur aus Wasservögel sind, steht per Gesetz nicht einmal eine Badegelegenheit zur Verfügung. Die Tiere können so ihrem natürlichen Bedürfnis nach Schwimmen, Gefiederpflege oder Nahrungssuche im Wasser nicht nachkommen. Nach Ansicht des VEREIN GEGEN TIERFABRIKEN eine Tierquälerei.

VGT-Campaignerin Mag.a Heidi Lacroix: Die Inflation hat die Preise für ein Martiniganslessen explodieren lassen. Für an sich billiges Fleisch werden jetzt Preise von 30 Euro oder mehr pro Portion fällig. Absurd v.a. angesichts der Tatsache, dass hier auf niedrigstem Tierschutz-Niveau produziert wird. Die Gänse aus dem Ausland werden häufig Opfer von Stopfmast oder Lebendrupf und landen heuer in Österreich zu horrenden Preisen auf den Tellern der Gastwirte. Dabei sind Gänse so wunderbare Tiere, wenn man sie nur leben lassen würde – 15 Jahre könnte eine Hausgans alt werden! In der Intensivtierhaltung freilich werden sie nach spätestens 6 Monaten geschlachtet. In Gruppen zu hunderten oder gar tausenden Tieren können die sozialen Lebewesen ihren arteigenen Bedürfnissen nur sehr ungenügend nachkommen. Wer auf Tierleid auch zu Martini verzichten will, ist mit einem veganen Ganslessen gut beraten. Die Preise sind hier noch eher moderat und für diesen ausgezeichneten Genuss muss kein Tier sein Leben lassen.

Pressefotos (Copyright: VGT.at)

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