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Die überwältigende Mehrheit dieser Tiere musste für unnötigen Konsum sterben

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (20.02.2023)

Graz, 20.02.2023

Am vergangenen Freitag erleuchtete ein Kerzen-Lichtermeer den Grazer Hauptplatz im Gedenken an die vom Menschen im Jahr 2022 getöteten Tiere

Pro Jahr werden aktuell weltweit mehr als 72 Milliarden Landwirbeltiere vom Menschen getötet.1 Die Zahl der Wassertiere kann gar nur grob geschätzt werden, denn die einzelnen Individuen werden statistisch nicht erhoben. Man geht von rund 682 Milliarden Wasserwirbeltieren aus.2 Diese Zahlen sind unvorstellbar – wortwörtlich. Ein anschaulicher Vergleich: Eine Million Sekunden entspricht 11 Tagen. Eine Milliarde Sekunden entspricht bereits 31 Jahren. Eine Billion Sekunden hingegen entspricht unglaublichen 31.000 Jahren! Seit Beginn der Menschheitsgeschichte haben insgesamt nur rund 117 Milliarden Menschen auf der Erde gelebt. Jedes Jahr werden somit mehr als siebenmal (!) so viele Tiere getötet als die Gesamtzahl aller Menschen, die jemals gelebt haben.

Die Aktivist:innen des VGT Graz stellten eine Leinwand am Grazer Hauptplatz auf und zeigten verschiedene Schicksale von Tieren, die exemplarisch für alle Individuen standen, die vom Menschen für unterschiedliche Zwecke „benutzt“ und getötet wurden. Dabei wurde auch die natürliche Lebenserwartung angeführt, um Passant:innen vor Augen zu führen, wie kurz das Leben der Tiere in der Tier(ausbeutungs)industrie im Vergleich zur möglichen Lebensdauer ist. Eine Aktivistin erzählte von den Lebensbedingungen der Tiere und wie sie gestorben sind bzw. getötet wurden. Währenddessen stellten immer mehr Menschen entzündete Kerzen nieder und es entstand ein eindrucksvolles Lichtermeer. Umrandet von berührender Musik wurde der Tiere gedacht und ein Zeichen dafür gesetzt, dass sie nicht allen Menschen gleichgültig waren. Wir haben sie nicht vergessen!

Im Mittelpunkt standen die sogenannten „Nutz“tiere, da ihre Lebenszeit besonders kurz und qualvoll ist und sie einen besonders großen Anteil an der Gesamtzahl der getöteten Tiere haben. Es wurde über Schweine, Kühe, Hühner, Puten, Schafe und Fische gesprochen, aber auch Nerze, Gänse, Kaninchen, Enten und Hunde wurden nicht vergessen. Denn nicht nur in der Fleisch-, Milch- und Eierindustrie werden Tiere getötet, sondern auch für Pelz, Daunen, Wolle, Tierversuche oder bei der Jagd.

Die überwältigende Mehrheit dieser Tiere musste für unnötigen Konsum sterben. Menschen sind für ihre Tode verantwortlich, aber Menschen haben es auch in der Hand, etwas zu verändern. Vegan zu leben heißt, sich aktiv gegen Tierquälerei zu stellen – keine tierlichen Produkte zu konsumieren, keine Mode mit Tierhäuten zu tragen und keine Kosmetik, die an Tieren getestet wurde, zu benutzen. Es gibt mittlerweile zahlreiche Alternativen, die es ermöglichen, dass kein Tier sterben oder leiden muss.

Eine pflanzliche, vegane Ernährung rettet mehr als 100 Wirbeltieren pro Jahr das Leben!


Beim VGT Steiermark aktiv werden: vgt.at/aktivwerden

Dein veganer Monat: vegan.at/monat


(1) Our World in Data: Yearly number of animals slaughtered for meat

(2) faunalytics.org: How many animals does a plant-based diet spare

(3) Toshiko Kaneda, C. Haub: How many people have ever lived on earth. (PRB.org, Nov. 15th 2022)

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