Teilen:

Schächtprozess Tirol: VGT empört über mildes Urteil

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (11.10.2023)

Innsbruck, 11.10.2023

Landwirt soll für betäubungsloses Schlachten lediglich Geldstrafe bezahlen

Der VEREIN GEGEN TIERFABRIKEN kritisiert das milde Urteil im Prozess gegen einen Tiroler Landwirt. Der 72-Jährige wurde gestern Dienstag am Innsbrucker Landesgericht wegen Tierquälerei schuldig gesprochen und zu einer Geldstrafe in Höhe von mehreren Tausend Euro verurteilt. Im Rahmen des Verfahrens war ihm die betäubungslose Tötung von Schafen nachgewiesen worden. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Die Vorgeschichte des Falls reicht bis ins Jahr 2019 zurück. Schon damals war besagter Landwirt in Zusammenhang mit betäubungslosen Schlachtungen bestraft worden. Er soll sogar betriebsfremden Personen gestattet haben, auf seinem Hof solche Tötungen durchzuführen.

Hatte es sich damals noch um eine Verwaltungsübertretung gehandelt, ging es beim aktuellen Prozess um den strafrechtlich relevanten Vorwurf der Tierquälerei. Infolge einer Anzeige aus dem persönlichen Umfeld des Angeklagten statteten Amtstierärzte dem Hof im September 2021 einen unangemeldeten Kontrollbesuch ab.

Dort fanden sie unter anderem die Schädel von neun Schafen vor, die keine amtlichen Ohrmarken trugen. Bei keinem einzigen davon konnten sie Spuren einer wirksamen Betäubung feststellen. Ein Fachgutachten der Österreichischen Agentur für Ernährungssicherheit (AGES) bestätigte diese Vermutung: Es sei bei den untersuchten Schädeln keinerlei Einwirkung stumpfer Gewalt nachweisbar gewesen.

Trotz dieser akribischen Beweisführung beharrte der Angeklagte bis zuletzt auf dem Standpunkt, er habe die Schafe vor der Schlachtung betäubt.

Rituelle Schlachtungen („Schächtungen“) dürfen nach aktueller Gesetzeslage in Österreich nur in Anwesenheit eines amtlichen Kontrollorgans, nur durch sachkundige Personen mit entsprechender Genehmigung und nur mit sofortiger Betäubung nach dem Tötungsschnitt („post-cut-stunning“) durchgeführt werden.

VGT-Aktivistin Mag.a Astrid Kienpointner besuchte den Prozess als Zuhörerin und meint dazu: Das milde Urteil hat mich zutiefst empört. Tierquälerei ist kein Kavaliersdelikt! Die gesetzlichen Vorgaben in einem so sensiblen Bereich sind unbedingt einzuhalten und Verstöße sind streng zu bestrafen. Wie soll sich sonst jemals etwas für die betroffenen Tiere verbessern?

25.08.2026, St. Pölten-Land

Trotz Tierhaltungsverbots: Landwirt misshandelt weiter Tiere im Horrorstall

Verhungernde Tiere und Gewalt in St. Pölten-Land: VGT zeigt sich erschüttert über die Wirkungslosigkeit des Kontrollsystems und startet Petition

25.08.2026, Österreich

Konsequente Kontrollen & keine Toleranz bei Tierquälerei

Das Behördenversagen in Fällen von Tierquälerei und schwerer Vernachlässigung muss gestoppt werden!

20.08.2026, OÖ/NÖ/Kärnten/Bgld

VGT bringt weitere 533 Anzeigen gegen Vollspaltenboden-Schweinefabriken ein

Keine Schweinehaltung ohne Einstreu, d.h. ohne physisch angenehmen Liegebereich, der sauber ist und auf dem alle Schweine gleichzeitig liegen können, entspricht dem Gesetz

19.08.2026, Hvalfjörður/Island

VGT dokumentiert Walfang in Island: 51. Finnwal getötet, Whale Watching behindert

Neben Norwegen und Japan betreibt nur mehr Island kommerziellen Walfang – eine letzte Firma mit 2 Booten darf 150 Finnwale und 168 Zwergwale pro Jahr töten

13.08.2026, Wien

VGT-Mahnwache für die verhungerten Schweine

Tierschützer:innen versammelten sich vor dem Stall, wo hunderte (womöglich mehr als 1.000) Schweine verhungerten: Die Opfer sind und bleiben die Tiere!

12.08.2026, Wien

Einladung: Mahnwache für die verhungerten Schweine (NÖ)

Gedenken an die mehr als 400 Schweine, die in einem Mastbetrieb im Bezirk Amstetten vorgefunden wurden

11.08.2026, Wien

Hunderte verhungerte Schweine womöglich monatelang ohne Futter

Im Fall der mehr als 400 toten Schweine, die in einem Mastbetrieb im Bezirk Amstetten vorgefunden wurden, zeichnet sich ein immer grausameres Bild der Tierquälerei

21.07.2026, Österreich/Slowenien/Algerien

Aufgedeckt: Spiridon II-Verantwortlicher Klinger verschifft hunderte Kühe nach Algerien

VGT dokumentiert Tiertransporte von Versteigerungshallen bis zum Hafen in Koper