Teilen:

Mastrinder auf Vollspaltenboden: eine Käfighaltung für Stiere

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (18.10.2023)

Wien, 18.10.2023

Die sogenannten Aufreitstangen schließen nur 20 cm über dem Rücken der Tiere die Buchten nach oben ab, sodass sich die Rinder nicht aufrichten bzw. anderen aufreiten können

Die Käfighaltung ist in Österreich verboten, ist man sich hierzulande sicher. Bei den Legehühnern gilt das Verbot seit 2009. Auch ein Kaninchenkäfigverbot gibt es, das 2012 in Kraft getreten ist. Und der sogenannte Kastenstand für Mutterschweine ist ebenfalls ein Käfig, der mit kurzen Ausnahmen ab 2033 Geschichte sein sollte. Übersehen wurden wieder einmal die Mastrinder, die überhaupt nur eine Existenz am Rande der Aufmerksamkeit der Gesellschaft führen, weit weniger beachtet als die Milchkühe, die als viel wertvoller gelten. So leben 70 % der Mastrinder, vornehmlich Stiere, nicht nur auf einem Beton-Vollspaltenboden ohne Stroheinstreu, sondern sogar in einem Käfig. Anders kann man die Aufreitstangen nicht interpretieren, die die Buchten der Tiere nur 20 cm über deren Rücken nach oben abschließen. Eine Käfighaltung, die bisher noch nicht infrage gestellt wurde.

Der Sinn der Aufreitstangen ist es, zu verhindern, dass sich die Rinder, egal ob Stiere oder Kalbinnen, nicht gegenseitig aufreiten und dadurch, wie es heißt, Unruhe in die Herde bringen. Ein weiteres natürliches Verhalten, das einfach unterbunden wird. Bei Tierwohlhaltungen sind diese Stangen verboten. Auch Univ.-Prof. Dr. Christoph Winckler zeigte sich an der BOKU in Wien bei der Freilandtagung Ende September 2023 darüber verwundert, dass diese Käfighaltung noch nie thematisiert wurde.

VGT-Obmann DDr. Martin Balluch dazu: Wir beim VGT weisen seit einigen Monaten zunehmend ungeduldig auf die Misere hin, in der sich die Mastrinder auf Vollspaltenboden befinden. Ein Teil davon ist ihre Haltung in – man muss es so ausdrücken – Käfigen. Eigentlich sind wir in der Gesellschaft überein gekommen, dass ein Käfig niemals tiergerecht sein kann. Warum wurden da wieder einmal die Mastrinder vergessen?!

20.08.2026, OÖ/NÖ/Kärnten/Bgld

VGT bringt weitere 533 Anzeigen gegen Vollspaltenboden-Schweinefabriken ein

Keine Schweinehaltung ohne Einstreu, d.h. ohne physisch angenehmen Liegebereich, der sauber ist und auf dem alle Schweine gleichzeitig liegen können, entspricht dem Gesetz

19.08.2026, Hvalfjörður/Island

VGT dokumentiert Walfang in Island: 51. Finnwal getötet, Whale Watching behindert

Neben Norwegen und Japan betreibt nur mehr Island kommerziellen Walfang – eine letzte Firma mit 2 Booten darf 150 Finnwale und 168 Zwergwale pro Jahr töten

13.08.2026, Wien

VGT-Mahnwache für die verhungerten Schweine

Tierschützer:innen versammelten sich vor dem Stall, wo hunderte (womöglich mehr als 1.000) Schweine verhungerten: Die Opfer sind und bleiben die Tiere!

12.08.2026, Wien

Einladung: Mahnwache für die verhungerten Schweine (NÖ)

Gedenken an die mehr als 400 Schweine, die in einem Mastbetrieb im Bezirk Amstetten vorgefunden wurden

11.08.2026, Wien

Hunderte verhungerte Schweine womöglich monatelang ohne Futter

Im Fall der mehr als 400 toten Schweine, die in einem Mastbetrieb im Bezirk Amstetten vorgefunden wurden, zeichnet sich ein immer grausameres Bild der Tierquälerei

21.07.2026, Österreich/Slowenien/Algerien

Aufgedeckt: Spiridon II-Verantwortlicher Klinger verschifft hunderte Kühe nach Algerien

VGT dokumentiert Tiertransporte von Versteigerungshallen bis zum Hafen in Koper

10.07.2026, Tirol

Tiroler Tierschutzlehrkräfte - Team gibt praxisnahe Einblicke in Tierrechte und Aktivismus

Oberstufen-Workshop als Ausklang eines erfolgreichen Schuljahrs

10.07.2026, Wien

1. Durchbruch: Bauarbeiten für Amphibientunnel in vollem Gange

VGT freut sich über Baustart am Schottenhof, Hanslteich folgt