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VGT-Protest gegen Vollspaltenboden vor Büro „Rinderzucht Austria“ in Wien

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (30.10.2023)

Wien, 30.10.2023

Seit Monaten appelliert der VGT an die Branche, erste Schritte zum Ausstieg aus dem Mastrinder-Vollspaltenboden zu setzen, trifft aber nur auf eisernes Schweigen

Rinderzucht Austria führt auch die Marke Fleischrinder Austria. Dort findet man unter klimafit die Beschreibung Unsere Mutterkühe und ihre Kälber verbringen einen Großteil ihres Lebens auf der Weide. Abgesehen davon, dass dieser Satz per se zu hinterfragen ist, suggeriert er, dass alle Mastrinder Österreichs auf Weiden gehalten werden. Dabei müssen in Wahrheit 70 % der Mastrinder ununterbrochen auf Beton-Vollspaltenboden ohne Stroheinstreu stehen. Und das auf einem so kleinen Platz, dass sie sich nur auf Kosten des Platzes anderer Rinder umdrehen können. Zu dieser Kritik hat sich die Rinderzucht Austria bisher noch nicht zu Wort gemeldet. Deshalb hielt der VGT heute eine Protestkundgebung vor dem Büro dieser Organisation ab. Mit der Forderung Stroh statt Beton auf einem Transparent wird die Notwendigkeit des Umstiegs unterstrichen.

VGT-Obmann DDr. Martin Balluch dazu: Die Mastrinderbranche hätte es in der Hand, jetzt sofort Schritte in Richtung Abschaffung des Vollspaltenbodens zu setzen. Stattdessen schweigt man sich aus, versucht offenbar, die Kritik auszusitzen. Nein, der Großteil der Mastrinder sieht nie im Leben eine Weide, geschweige denn einen Strohhalm. Diese erschütternde Wahrheit ist den Menschen zumutbar. Man kann sich nicht ständig beschweren, dass die Menschen kein Fleisch aus Tierwohlprogrammen kaufen, aber gleichzeitig durch sämtliche Werbebotschaften suggerieren, dass die konventionelle, übliche Haltung eh wunderbar ist. Wir brauchen als ersten Schritt Ehrlichkeit in der Werbung und eine Haltungskennzeichnung. Und dann einen neuen Mindeststandard, der nachweislich tierquälerische Haltungsformen schlicht und einfach verbietet.

Pressefotos (Copyright: VGT.at)

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