Teilen:

VGT-Proteste vor „Rinderzucht Austria“, Landwirtschaftsministerium und -kammer

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (17.11.2023)

Wien, 17.11.2023

Gestrige Aufdeckung eines Mastrinderbetriebs mit Beton-Vollspaltenboden ohne Stroheinstreu zeigt die entsetzlichen Bedingungen, die dieser Boden für die Rinder bedeutet

Die Aufnahmen sind schockierend, jedenfalls für jene Menschen in Österreich, die auf den Werbeschmäh der Tierindustrie hereingefallen sind. Mastrinder, kotverschmiert, ohne Platz, auf dem grauenhaften Vollspaltenboden! So wird der Großteil des österreichischen Rindfleischs produziert. Keine Rede von Alm-Idylle, von glücklichen Rindern auf der Weide. Den Mastrindern wird viel weniger geboten, als den Milchkühen. Sie müssen in ihrem Kot leben, ohne Platz, sich umzudrehen, außer auf Kosten des Nachbarrinds, steinharter Boden, nichts zum Liegen. Die Verletzungen lassen sich aufzählen und statistisch erheben, aber das Leid, das den Tieren aus den Augen spricht, ist erst durch solche Aufnahmen, wie sie der VGT gestern veröffentlicht hat, fühlbar.

Um jetzt die Forderung des VGT nach Abschaffung des Vollspaltenbodens für Mastrinder zu unterstreichen, gab es heute Protestkundgebungen vor dem Sitz der Rinderzucht Austria, dem Landwirtschaftsministerium mit dem untätigen Minister Totschnig, und der Landwirtschaftskammer Österreich. Niemand von dort ist zu einer Stellungnahme bereit. Man möchte das Problem aussitzen. Doch das kann nicht gelingen. Die Öffentlichkeit fordert eine Änderung, und das zunehmend ungeduldiger!

Zur Petition

VGT-Obmann DDr. Martin Balluch dazu: Kein fühlender Mensch kann solche Bilder ertragen. Und sie sind keine Ausnahme, sie sind systembedingt. Ich kenne keine Haltung von Mastrindern auf Vollspaltenboden ohne kotverschmierten Boden. Diese Haltungsform ist der Skandal, nicht dieser eine Betrieb oder etwaige psychische Probleme der Landwirt:innen, die typischer Weise bei unseren Aufdeckungen vorgeschoben werden. Wir brauchen ein Ende des Vollspaltenbodens – für Schweine und für Mastrinder!

Pressefotos (Copyright: VGT.at)
Video von der Aufdeckung

10.06.2026, Wien

VGT erinnert täglich Regierung an ihre Verantwortung: Verbot Vollspaltenboden

Mehr als 2500 Proteste gegen den Schweine-Vollspaltenboden seit 2019: VGT ist vor jeder Sitzung des Ministerrats und des Parlaments für die Schweine vor der Tür, so auch heute

09.06.2026, Wien/Linz

Skandalreform zum oberösterr. Singvogelfang: VGT-Stellungnahme

Die geplante Reform ist unionrechts- und verfassungswidrig, die Vogelschutzrichtlinie wird lächerlich gemacht, Bescheide über 6 Jahre sollen Beschwerden verunmöglichen

09.06.2026, Wien

Ein veganer Start in den Sommer

Das war die Veganmania MQ 2026!

08.06.2026,

Lush Prize: Internationale Verleihung zu tierfreien Forschung 2026

08.06.2026, Wien

Kinovorführung „Future Science – Das Ende der Tierversuche?“

Danach diskutierten der Regisseur, Ärzte gegen Tierversuche aus Deutschland, eine Forscherin zu Alternativen von der Med Uni Innsbruck und der VGT über den Film

05.06.2026, Linz/OÖ Salzkammergut

Singvogelfang: OÖ Landesregierung will Urteil Landesverwaltungsgericht aushebeln

Das Recht soll der Politik folgen, nicht die Politik dem Recht: diesem Kickl-Sager folgend ändert die Regierung die Singvogelfangverordnung, sodass alles erlaubt ist, was bisher verboten war

03.06.2026, Graz

Steirischer Landtag fordert von Bundesregierung: Tierqual soll vertuscht werden!

Während Österreich bei Schweinen EU-weit am miesesten ist, der Vollspaltenboden bleibt und alle Schweinefabriken das Gesetz brechen, soll Aufdeckung von Missständen kriminalisiert werden

02.06.2026, Gerersdorf

Bürgermeister von Hafnerbach zeigt Schweinebetrieb Hubmann wegen Tierleids an

Er habe in den Schweineboxen die Ferkel auf einem Haufen liegen gesehen (was sie immer tun!) und gemeint, manche könnten vor Kälte zittern – Anzeige!