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Zum Faschingsdienstag vor Parlament: lustiges Schweinekostüm mit ernstem Hintergrund

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (12.02.2024)

Wien, 12.02.2024

„Sei froh, nicht in meiner Haut zu stecken“ sagt das Vollspalten-Schwein vor der Rampe des Parlaments; „ÖVP verweigert den Schweinen Stroh“ steht auf dem Transparent

Es ist DAS Thema dieser Tage: wird der Vollspaltenboden in der Schweinehaltung verboten und durch Stroh ersetzt oder bleibt den Tieren ein verbesserter strukturierter Vollspaltenboden NEU nicht erspart. Ohne verpflichtend vorgeschriebenem tief eingestreuten Liegebereich kann man nicht von einem Ende des Vollspaltenbodens sprechen, und davon scheint die ÖVP noch weit entfernt. Überall jammern ihre Funktionär:innen über die Verkürzung der Übergangsfrist, die aber sowieso vom Verfassungsgerichtshof vorgeschrieben wurde. Kein Wort aber fällt über den neuen Mindeststandard, der den Vollspaltenboden ersetzen wird. Gibt es Stroheinstreu? Oder nur eine A4-Seite Platz mehr pro Schwein, zwei statt einem Stück Holz an der Kette und eine erweiterte Mindestbuchtengröße mit mehr Tieren, sowie auf einem Drittel der Bucht nur noch die Hälfte der Spalten? Das ist für den Tierschutz die entscheidende Frage, zu der sich die ÖVP aber überhaupt nicht äußert.

Deshalb erinnert heute der VGT anlässlich des Faschingsdienstags die Gesellschaft aber insbesondere die ÖVP daran, wie sehr Schweine ohne Stroheinstreu leiden. Lustiges Faschingskostüm, aber sei froh, nicht wirklich in meiner Haut zu stecken, sagt das Schwein vor den Stufen des Parlaments in Wien. Und mit ÖVP verweigert den Schweinen Stroh auf einem Transparent wird auf jene hingewiesen, die als Einzige der Hilfe für die leidenden Schweine im Weg stehen.

VGT-Obmann DDr. Martin Balluch dazu: Die Übergangsfrist muss verkürzt werden. Über das Erkenntnis eines Höchstgerichts wird sich die ÖVP doch nicht hinweg zu setzen trauen. Aber mit verkürzter Übergangsfrist muss auch der Mindeststandard jetzt, und nicht wie im Kompromiss vorgesehen erst ab 2028, festgelegt werden, sonst gibt es keine Rechtssicherheit. Doch wie dieser Mindeststandard aussehen soll, dazu schweigt die Regierungspartei ÖVP. Der Grüne Tierschutzminster Rauch hat sich festgelegt: Stroheinstreu. Aber was meinen Landwirtschaftsminister Totschnig und seine Partei dazu? Wir warten auf einen konkreten Vorschlag, wie der Vollspaltenboden tatsächlich abgeschafft wird!

Pressefotos (Copyright: VGT.at)

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