Teilen:

Aktuelle Fotos: Mayr-Melnhof mästet derzeit (!) hunderte Hirsche zur Trophäenjagd

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (15.04.2024)

Salzburg, 15.04.2024

Bei Fürstenbrunn und bei Großgmain am Untersberg sind jetzt bei grüner Vegetation zwei sehr große Hirschfütterungen mit artwidriger Maissilage bis zum Rand gefüllt

Gefüttert würde nur zur Notzeit, weil die Hirsche ja bei tiefem Schnee nicht mehr in die Auenlandschaften abwandern könnten, flötet die Propaganda der Jäger:innenschaft. Gestern war der 14. April mit sommerlich heißen Temperaturen, nirgends Schnee, überall sprießen schon längst grünes Gras und saftige Blätter. Aber Maximilian Mayr-Melnhof, der Gatterjägermeister aus Salzburg, betreibt zwei riesengroße Hirschfütterungen bei Fürstenbrunn und bei Großgmain am Untersberg, deren zahlreiche Futtertröge noch immer bis zum Rand mit artwidriger Maissilage gefüllt sind. Hunderte Meter davor bereits Sperren der öffentlichen Wege. Respektiere deine Grenzen!, steht da, und Gesperrter Wildfütterungsbereich! mit Betretungsverbot. Mayr-Melnhof hat sogar den Weg mit einer Kette absperren lassen. Die Grenzen seiner eigenen Lust nach kapitalen Trophäen respektiert er offenbar aber nicht.

VGT-Obmann DDr. Martin Balluch ist entsetzt: Unglaublich, mit was für einer kompletten Gleichgültigkeit gegenüber ökologischen Zusammenhängen Mayr-Melnhof hier seiner Lust auf Trophäen frönt. Weder kümmert ihn, die zahlreichen Hirsche artwidrig zu füttern, noch, dass er durch diese weltweit einzigartige Überpopulation an Hirschen den Naturraum extrem schädigt. Und schon gar nicht interessiert ihn offenbar das Erholungsbedürfnis der ansässigen Bevölkerung, die nicht einmal ihren Hund in den Wald spazierenführen kann. Und das ein halbes Jahr lang!

Jetzt unterschreiben

Und Balluch weiter: Das Landesverwaltungsgericht Salzburg hat festgestellt, dass Mayr-Melnhof einen Tierschützer rechtswidrig verletzt, ihm rechtswidrig mit Gewalt eine Kamera entwendet und vor Gericht gelogen hat. Wer vor Gericht lügt, erzählt eben auch der Bevölkerung Märchen über bedürftige Hirsche, die in Wahrheit von ihm mitten in der besten Vegetationsperiode in artwidriger Weise in Massen aufgemästet werden, um kapitale Trophäen zu liefern. Eine Schande ist das, wie dieser Mensch mit Menschen, Tieren und Natur umgeht!

Das Volksbegehren für ein Bundes-Jagdgesetz sammelt momentan Unterstützungserklärungen, um 2025 stattfinden zu können. Mit dessen 14 Forderungen soll die Jagd von einer egoistischen Lust nach Trophäen zum Nachteil von Tieren, Natur und Bevölkerung zu einem Wildtiermanagement mit hohen Tierschutzstandards nach ökologischen Kriterien im öffentlichen Interesse umgewandelt werden.

Pressefotos (Copyright: VGT.at)

24.07.2026, Wien

Für die Rechte der Wassertiere

Der VGT veröffentlicht die Erklärung der Rechte der Wassertiere.

21.07.2026, Österreich/Slowenien/Algerien

Schifftransporte schwangerer Kalbinnen nach Algerien

Der Beginn einer tagelangen Tortur in den Tierschutz-Hochrisiko-Staat Algerien.

21.07.2026, Österreich/Slowenien/Algerien

Aufgedeckt: Spiridon II-Verantwortlicher Klinger verschifft hunderte Kühe nach Algerien

VGT dokumentiert Tiertransporte von Versteigerungshallen bis zum Hafen in Koper

17.07.2026, Wien

Die Hälterung von Speisefischen aus Tierschutzsicht

Es ist üblich, Zuchtfische vor der Tötung hungern zu lassen. Tierfreundlich ist das nicht.

10.07.2026, Tirol

Tiroler Tierschutzlehrkräfte - Team gibt praxisnahe Einblicke in Tierrechte und Aktivismus

Oberstufen-Workshop als Ausklang eines erfolgreichen Schuljahrs

10.07.2026, Wien

1. Durchbruch: Bauarbeiten für Amphibientunnel in vollem Gange

VGT freut sich über Baustart am Schottenhof, Hanslteich folgt

09.07.2026, Wien

VGT warnt: Deutsche Brieftaubenverbände wollen tausende Tiere in Wien aussetzen

Am 25. Juli sollen Brieftauben von Wien 500 km bis nach Bayern fliegen – 50-75 % davon werden sterben oder die Stadttaubenpopulationen am Weg dorthin vergrößern!

08.07.2026, Wien/EU

VGT begrüßt neue EU-Strategie zu „Nutztieren“, mahnt aber Umsetzung ein

EU will die Tötung von Kücken und die Käfighaltung von Hühnern verbieten, sowie Tierwohl-indikatoren für Masthühner und ein Verbot von Kastenständen für Mutterschweine einführen