Teilen:

Entgegen ministerieller Behauptung: Vollspaltenboden Neubauten immer noch gefördert

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (13.03.2025)

Wien, 13.03.2025

Mit dem Trick „strukturierter Vollspaltenboden“ gibt es immer noch ungebrochen staatliche Investitionsförderungen für den Neubau von Schweinebetrieben mit Vollspaltenboden

Als der VGT im Jahr 2019 die Öffentlichkeit erfolgreich über die Tierquälerei der Schweinehaltung auf Vollspaltenboden zu informieren begann, war bei der Schweineindustrie Feuer am Dach. Die große Mehrheit der Mastfabriken hatte einen Vollspaltenboden und man fürchtete ein Verbot wie beim Kastenstand in der Mutterschweinehaltung. Also verfiel man auf einen Trick, der schon beim Verbot der Legebatterien gezogen hat. Damals wurde mit dem sogenannten ausgestalteten Käfig eine neue Form der Legebatterie 2.0 entwickelt, sodass man dem Verbot der konventionellen Legebatterie einfach zustimmen konnte. Der Öffentlichkeit wollte man weismachen, dass es ein Legebatterieverbot sei, den konventionellen Käfig zu verbieten und durch den ausgestalteten Käfig zu ersetzen. Beim Vollspaltenboden in der Schweineindustrie hat man deshalb den sogenannten strukturierten Vollspaltenboden entwickelt, mit dem der konventionelle Vollspaltenboden ersetzt werden soll. Der Öffentlichkeit verkauft man das als Verbot des Vollspaltenbodens.

Landwirtschaftsministerin Köstinger hat diesen Trick auch auf die Förderungen für Neubauten angewandt. Stolz wurde verkündet, ab sofort würden keine Neubauten von Schweinebetrieben mit Vollspaltenboden mehr staatlich gefördert. Der naive Mensch denkt, dass das auf lange Sicht bedeuten muss, dass es eines Tages nur mehr Schweinehaltungen auf Stroh geben kann. Aber weit gefehlt! Jetzt stellt sich heraus: der Neubau von Vollspaltenbodenbetrieben wird immer noch vom Steuergeld der tierschutzfreundlichen Bevölkerung gegen deren Willen finanziert, nur handelt es sich eben um strukturierte Vollspaltenböden.

VGT-Obperson DDr. Martin Balluch ist empört: Unglaublich, wie man von der Landwirtschaftsvertretung ständig reingelegt wird. Niemand baut neue Schweinestallungen ohne Investitionsförderungen. Deshalb klingt es für Tierschutzohren sehr gut, wenn es heißt, der Vollspaltenboden wird nicht mehr subventioniert. In Wahrheit ist das aber nur ein semantischer Trick gewesen! In Wahrheit fördert man weiter diese tierquälerische Haltungsform mit dem Steuergeld von Tierschützer:innen. Eine bodenlose Frechheit, die sofort eingestellt werden muss. Die Bundesregierung sollte sich ein Beispiel am Burgenland nehmen, wo nur mehr Neubauten von Biobetrieben zulässig sind. Das würde zumindest die Weichen für die Entwicklung Richtung tierfreundlichere Haltungssysteme stellen. Aber mit einer staatlichen Förderung von Neubauten grauslichster Tierfabriken, rückt ein Ende dieser Tierquälerei in weite Ferne!

30.12.2025, Linz

OÖ: VGT bringt 12 Anzeigen gegen in flagranti erwischte Singvogelfänger ein

Übertretungen der OÖ Artenschutzverordnung, des Tierschutzgesetzes und der EU Tiertransportverordnung: zu viele Lockvögel, Beifang, Transport in Käfigen im Rucksack

23.12.2025, Wien

Fiakerfahrer nach Angriff auf Tierschützer verurteilt

Ein Fiakerfahrer wurde am Bezirksgericht Wien Innere Stadt schuldig gesprochen, einen Aktivisten im August körperlich verletzt zu haben.

23.12.2025, St. Pölten

NÖ Landesverwaltungsgericht: ÖVP „Platzhaltedemos“ sind nicht rechtskonform

Richterin erklärt Auflösung einer Tierschutz-Versammlung gegen den Vollspaltenboden durch die Behörde in Wr. Neustadt vor dem ÖVP-Bundesparteitag für rechtswidrig

22.12.2025, Wien

Schlimmste Tierquälerei an Karpfen vor Weihnachten

VGT-Recherche zeigt, wie Karpfen minutenlang schwerstem Leid ausgesetzt werden; Betäubungen erfolgen nicht fachgerecht; mehrere Fischverkaufsstände in Wien wurden angezeigt.

18.12.2025, Wien

VGT zu Totschnig: wenn wir "Nutztieren" so viel verdanken, müssen wir sie gut halten

Landwirtschaftsminister hat Studie mit Wertschöpfung aus Nutztierhaltung präsentiert – dieser Profit verpflichtet moralisch dazu, den Tieren etwas zurück zu geben: Vollspaltenverbot!

18.12.2025, Wien

Wie geht es den Tieren auf Weihnachtsmärkten?

Weihnachtsmärkte sollen für Besinnlichkeit und die Vorfreude auf Weihnachten stehen – leider jedoch häufig auf Kosten des Tierwohls! Der VGT klärt über die rechtliche Lage auf.

18.12.2025, Graz

Jäger beschuldigen Tierschützer fälschlich: heute Freispruch am Grazer Straflandesgericht

Um potenziell rechtswidrige Entenjagd zu dokumentieren, fuhr Tierschützer in Jagdgebiet und wurde von der Jagdgesellschaft blockiert – Vorwurf der Nötigung gegen den Tierschützer

17.12.2025, Wien

Kommt zur Anti-Jägerball-Demo vor die Hofburg!

Montag, 26. Jänner 2026, ab 19:00 Uhr