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Baden: Schweine stundenlang illegal in Tiertransporter abgestellt

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (17.03.2025)

Bezirk Baden, 17.03.2025

VGT war vor Ort und erstattet Anzeige

Gestern Abend wurde ein mit Schweinen beladener Tiertransporter vor einem Schweinemastbetrieb im Bezirk Baden abgestellt. Die Schweine waren die ganze Nacht im Transporter eingesperrt – ein klarer Verstoß gegen das Tiertransportrecht. Vermutlich wurden die Schweine heute Früh zum Schlachthof gebracht. Der VEREIN GEGEN TIERFABRIKEN war vor Ort und erstattet Anzeige.

Gemäß Art. 3 lit a der EU-Tiertransport-Verordnung müssen vor der Beförderung von Tieren alle erforderlichen Vorkehrungen getroffen werden, um die Beförderungsdauer so kurz wie möglich zu halten und den Bedürfnissen der Tiere während der Beförderung Rechnung zu tragen. Die Beförderung beginnt mit dem Verladen des ersten Tieres. Außerdem hat der Transport ohne Verzögerungen zu erfolgen (lit f). Als Transport gilt jede Bewegung von Tieren in einem oder mehreren Transportmitteln sowie alle damit zusammenhängenden Vorgänge, einschließlich des Verladens, Entladens, Umladens und Ruhens, bis zum Ende des Entladens der Tiere am Bestimmungsort (Art. 2 lit w). Da die Schweine die ganze Nacht im Transporter warten mussten, erfolgte der Tiertransport weder so kurz wie möglich noch ohne Verzögerung. Dass die Schweine Wasser oder Futter zur Verfügung hatten, kann bezweifelt werden.

Tierschützer:innen des VEREIN GEGEN TIERFABRIKEN waren vor Ort und alarmierten umgehend die Polizei, die kurz nach Mitternacht eintraf. Zwei Polizisten machten sich ein Bild von der illegalen Festhaltung der Schweine im Tiertransporter und nahmen die Anzeige entgegen. Sie versicherten den anwesenden Tierschützer:innen, sich der Sache anzunehmen.

VGT-Tiertransporte-Campaignerin Isabell Eckl: Dass Schweine überhaupt zum Schlachthof transportiert werden, ist schon schlimm genug. Sie aber noch zusätzlich die ganze Nacht im Tiertransporter warten zu lassen, einer für sie ungewohnten Umgebung, möglicherweise eng zusammengepfercht und ohne Wasser und Futter, dafür fehlen mir die Worte. Die Zeitspanne, in der die Schweine immensem Stress ausgesetzt waren, erhöht sich dadurch noch einmal erheblich.

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