Teilen:

Messgerät zur Wasserverschmutzung bei Hubmanns Freilandschweine Alternative installiert

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (25.04.2025)

Wien, 25.04.2025

Um gegen die ständigen wasserrechtlichen Verfahren der BH St. Pölten vorzugehen, wird nun, vom VGT unterstützt, 90 cm unter Schweinen im Boden 4x täglich der Nitrateintrag gemessen.

Das sei ohne Gefährdung des Grundwassers nicht machbar, tönt es von Seiten der ÖVP, der Schweineindustrie und dem Bauernbund. Tatsächlich gab es bereits Räumungsbescheide und wasserrechtliche Verurteilungen mit tausenden Euros Strafe gegen die Brüder Hubmann, weil diese ihre Schweine statt auf Vollspaltenboden ganzjährig im Freien auf dem Acker im Zelt halten. Eine sehr zukunftsträchtige Haltung, weil die Investition zur Errichtung praktisch Null ist: man braucht nur ein Zelt und zwei Zäune, sowie einen Acker. Der Managementaufwand hält sich ebenfalls in Grenzen. Formal ist das weder eine Freiland- noch eine Biohaltung, aber für die Tiere eine unendliche Verbesserung mit frischer Luft und Sonne, Suhle, viel Platz zur Bewegung und tiefe Einstreu zum Wühlen. Und genau deshalb wird diese Haltungsform von der Schweinefabriksindustrie massiv bekämpft. Und das, obwohl die angebliche Grundwasserbelastung durch den Nitrateintrag nie nachgewiesen wurde.

Deshalb hat der Betrieb Hubmann jetzt mit Unterstützung des VGT ein Messgerät dauerhaft 90 cm unter einem der Schweinegehege installiert. Dieses misst 4 Mal täglich eine Reihe von Werten, darunter Temperatur, Feuchtigkeit, den Nitrateintrag und die Leitfähigkeit des Bodens. Die Werte können extern abgelesen werden. Man kann also alle 6 Stunden mitverfolgen, wie sich die Werte verändern. Die Familie Hubmann ist überzeugt, dass damit bewiesen werden kann, dass ihre Schweinehaltung keine Gefahr für das Grundwasser darstellt. Ob das die Behörde und die offizielle Schweinefabriksvertretung überzeugen wird, ist aber eine andere Frage, da diese ideologisch motiviert scheinen.

VGT-Obperson DDr. Martin Balluch war bei der Installation dabei: Wir von Tierschutzseite sehen in dieser Haltungsform eine große Chance für die Zukunft der Schweinehaltung in Österreich. Das kann im großen Stil betrieben werden und ist keine exotische Nische von Schweinefleisch für Bobos. Alle konventionellen Betriebe Österreichs, und insbesondere die mit Vollspaltenboden, könnten morgen schon umsteigen, und zwar ohne lange Übergangsfrist, weil es keiner Investition bedarf. Man könnte diese Messgeräte auch unter jedem Schweinegehege installieren und sogar jede halbe Stunde ablesen, wenn man will. Dadurch könnte eine Wasserverschmutzung erkannt werden, bevor sie akut wird. Also gibt es jetzt keine Ausrede mehr, diese Haltungsform nicht sofort zu bewilligen und als Ausstieg aus dem Vollspaltenboden zu propagieren. Die zukunftsträchtige und nachhaltige Lösung für die Schweinebetriebe ist gefunden. Und die Konsument:innen ziehen garantiert mit, wenn sie diese Haltungsform einmal selbst gesehen haben.

01.04.2026, Bergland

VGT fordert Exportstopp schwangerer Rinder in Tierschutz-Hochrisikostaaten wie Algerien

Tierschützer:innen demonstrieren vor Rinder-Versteigerung gegen Tiertransporte

31.03.2026, Österreich

Rinder-Versteigerungen und Tiertransporte

VGT-Aufdeckung dokumentiert groben Umgang auf Verkaufsveranstaltungen und zeigt Zusammenhang mit Hochrisiko-Exporten in Drittländer

31.03.2026, Wien

Grober Umgang mit Rindern auf Versteigerungen

Ausgangspunkt tagelanger Tiertransporte - VGT veröffentlicht aktuelle Aufnahmen von Verkaufsveranstaltungen österreichischer Rinder und kündigt Protest an

30.03.2026, Wien

VGT zu Mayr-Melnhof: darf man sich gegen seine Gewalttaten auch mit der Waffe wehren?

Bei seiner Rede zum Wolf meinte Mayr-Melnhof, zur Verteidigung von Leib und Eigentum darf er zur Schusswaffe greifen: er hat selbst am 20.11.2017 Tierschützer verletzt und beraubt

28.03.2026, Salzburg

Salzburg: Start der Tierrechtstage 2026!

Am Samstag, 28. März, fand der erste Tierrechtstag in diesem Jahr in Salzburg statt.

26.03.2026, Wien

Brandaktuelle Gallup-Umfrage zum Singvogelfang zeigt: Drei Viertel dagegen!

Über 80 % der Frauen und sogar 85 % der Menschen über 50 sprechen sich gegen den Singvogelfang per se, den Vorgang beim Fallenfang und die Art des Transports der Vögel aus

26.03.2026, Wien

VGT Fischschutz-Aktion: Fische schützen, statt Fische fischen!

10 Jahre Welttag für das Ende der Fischerei. Der VGT informiert mit einer Fischschutz-Aktion über den internationalen Aktionstag und die tierquälerische Fischerei.

25.03.2026, Jagenbach

Spiridon II-Exporteur Klinger einer der Hauptakteure auf österreichischen Rinder-Versteigerungen

Waldviertler Firma exportiert regelmäßig Kalbinnen in Tierschutz-Hochrisiko-Staaten wie Algerien