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Verbesserungsvorschläge und Lösungen

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (07.03.2017)

07.03.2017

Grundsätzlich sind tierschutzrelevante Mängel sowohl bei der Haltung als auch im Betrieb festzustellen. Einge der Mängel sind behebbar andere aber untrennbar mit der Verwendung von Pferden in der Stadt verbunden. Der VGT fordert daher die sofortige Behebung der gröbsten Mängel - auf lange Sicht aber die Reduktion bis zur vollkommenen Beendigung des Betriebs von Fiakerfuhrwerken in der Stadt.

Verbesserungsvorschläge Fiakerhaltung in Wien Der Verein Gegen Tierfabriken (VGT) hat unter Berücksichtigung der Gesetzeslage, wissenschaftlicher Fakten und der festgestellten tierschutzrelevanten Mängel folgende Verbesserungsvorschläge zusammengestellt.

1. Effektive Kontrollen

Die bestehenden Kontrollen durch die MA 60 bzw. MA 65 sind derzeit aufgrund der zahlreichen Mängel die von Tierschutzseite festgestellt wurden, eindeutig nicht ausreichend. Der Verein Gegen Tierfabriken (VGT) schlägt daher verstärkte, regelmäßige und unangemeldete Kontrollen der Stallungen, des Gesundheitszustandes der Pferde und der Einsatzfähigkeit der Pferde in der Stadt Wien, der Ausrüstung und des Fahrbetriebs vor. Nur durch verstärkte Kontrollen können zahlreiche Missstände abgeschafft werden.

2. Effektive Sanktionen Gesetzliche Übertretungen müssen verschärft sanktioniert werden. (hohe Geldstrafen bzw. im Wiederholungsfall Verlust der Konzession) Die derzeitige Praxis der Bestrafung verhindert eine Übertretung der gesetzlichen Bestimmungen nicht ausreichend.

3. Pferdeschutzbestimmungen

Um den Pferden ein möglichst artgerechtes Leben zu ermöglichen, schlägt der Verein Gegen Tierfabriken (VGT) folgende, auf detaillierte Probleme eingehende Bestimmungen vor:

In den Stallungen:

Insbesondere bei der Haltung wären die meisten Mängel sofort abzustellen. Konzessionen dürften nur mehr vergeben werden, wenn eine tiergerechte Haltung tatsächlich gewährleistet ist.
Wenn Fiakerunternehmen bereits über Konzessionen verfügen, aber die Voraussetzungen nicht erfüllen, müssten die Konzessionen wieder entzogen werden.

  • Pferde in Boxenhaltung müssen täglich FREIEN Auslauf haben
  • Es müssen Koppeln vorhanden sein, die den Pferden Freilauf auf weichem Untergrund ermöglichen
  • Pferde dürfen nicht im Dunkeln gehalten werden
  • Helle, trockene Stallungen mit guter Belüftung, Stallungen im Keller sind aufzulösen
  • Automatische Tränksysteme, die eine dauernde Versorgung mit Wasser gewährleisten
  • Ausreichend Einstreu und frisches Heu

Im Fahrbetrieb:

Die meisten der im Rahmen des Fahrbetriebs auftretenden tierschutzrelevanten Probleme sind nicht behebbar, könnten aber entscheidend gemildert werden.

  • Beschränkung der Arbeitszeit auf 6 Stunden pro Tag
  • Zwischen den Ausfahrten muss den Pferden Wasser und Raufutter angeboten werden
  • Vorkehrungen für Hitze- und Kälteschutz
  • Verbot von Maulkörben
  • Sanktionierung bei Schweif anbinden
  • Dämpfung bei Hufbeschlägen
  • Auslagerung des Fiakerbetriebs in Parkanlagen (z.B. Schönbrunn oder Prater)

 

Letztendlich ist ein kompletter Ausstieg aus dem Betrieb von Fiakerfuhrwerken in der Stadt die tierfreundlichste Lösung.

 

Ausstiegsszenario: Neue Gewinnsituation für alle

Warum nicht Pferdefuhrwerke durch Hightech-Kutschen ersetzen? So könnte den Pferden Stress, Lärm, Hitze, Asphalt und das beengte Leben in der Stadt ohne Auslauf erspart werden und eine Automobil-Firma bekäme im Gegenzug die Gelegenheit neueste Technik als TouristInnenattraktion zu präsentieren.

Die neuen Hightech-Kutschen könnten mit alternativen und umweltfreundlichen Antriebsformen ausgestattet sein. So könnte neueste zukunftsorientierte Technik in Einsatz gebracht werden, die uns langfristig Lösungen für so dringliche Probleme wie Feinstaubbelastung, Klimawandel und Erderwärmung, CO2-Reduktion, etc. näher bringt. Weg vom Erdöl hin zu erneuerbaren Energieträgern.

Die Fiaker Ihrerseits könnten die Betreuung derartiger Mobile übernehmen und so weiterhin TouristInnen durch die Stadt kutschieren.

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