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Anzeige: Mordversuch gegen VGT-Obmann im Jagdgatter Hausbrunn, NÖ

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (09.12.2015)

Niederösterreich, 09.12.2015

Jäger schießt vorsätzlich genau in Richtung des Tierschützers und gefährdet dadurch zumindest dessen körperliche Sicherheit unter besonders gefährlichen Umständen

Die Gatterjagd wurde in der Presse kürzlich von einer Wildbiologin mit dem Besuch im Bordell verglichen. Bei der Treibjagd im Gatter muss da ein regelrechter Blutrausch hinzukommen, der den JägerInnen jede Vernunft raubt. Anders lässt sich nicht nur die horrende Tierquälerei erklären, die dabei den Tieren zugefügt wird, auch vor Menschen macht der lockere Finger am Abzug nicht halt. Bei einer Gatterjagd in Hausbrunn in Niederösterreich schoss ein Jäger aus ca. 60 m Distanz direkt auf den VGT-Obmann Martin Balluch, der völlig legal außerhalb des Zauns stand, wohin auch zur Zeit der Jagd die Öffentlichkeit Zugang hatte, um von dort aus die panischen Tiere zu dokumentieren. Anwalt Stefan Traxler hat nun dagegen Anzeige bei der Staatsanwaltschaft im Landesgericht Krems wegen Mordversuchs bzw. Gefährdung der körperlichen Sicherheit unter besonders gefährlichen Verhältnissen erstattet. Die Anzeige im Wortlaut findet sich am Blog des VGT-Obmanns.

Martin Balluch dazu: „Zunächst dachte ich, der Mann wollte mich bloß erschrecken, als er das Gewehr hochriss und den Lauf direkt auf mich richtete. Doch schon krachte der Schuss und die Kugel schlug knapp neben mir irgendwo ein. Jeder Jäger, dem ich diese Fotos gezeigt habe, winkte sofort ab und meinte, dem Mann gehöre der Jagdschein entzogen. Das sei viel zu gefährlich und müsse in jedem Fall rechtliche Konsequenzen haben. Jetzt muss die Staatsanwaltschaft beweisen, dass TierschützerInnen kein Freiwild sind, sondern durch Menschen- und Bürgerrechte geschützt werden. Die zunehmende Gewalt gegen uns ist besorgniserregend, erst gestern haben zwei PolizistInnen einen friedlichen VGT-Tierschützer auf einer Pelzdemo brutal festgenommen, weil er seine Identität nicht preisgeben wollte.“

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