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Harambe – (K)eine Frage der Verantwortung

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (15.06.2016)

Wien, 15.06.2016

Der Mord am Gorilla-Männchen Harambe im Tierpark von Cincinnati hat hitzige Debatten ausgelöst aber auf eine Frage vergessen: Brauchen wir überhaupt Zoos?

Es ist jetzt knapp drei Wochen her, dass die Schlagzeile von Harambes Tod über die Bildschirme geflackert ist.

Der 17 jährige Flachland-Gorilla hat sein Leben in Gefangenschaft verbracht, war angewiesen auf seine WärterInnen und hat dem Publikum zur Unterhaltung gedient. Weil ein Elternpaar auf sein 3jähriges Kind nicht aufgepasst hat, musste der friedliche Silberrücken sterben. Dabei ist Harambe dem Buben gegenüber nicht aggressiv aufgetreten – sehr wahrscheinlich ist, dass er ihn sogar beschützt hätte. Aber darauf wollte niemand eine Wette eingehen – und so wurde Harambe kurzerhand erschossen. Was folgte, war eine Debatte über die Verantwortungspflicht der Eltern und ob der Zoodirektor moralisch richtig gehandelt hätte. Was wir uns aber eigentlich vor Augen führen sollten, ist die Wahrheit, die nicht geleugnet werden kann: Zoos sind Tiergefängnisse, die die Gefangenen zu unserem Amüsement ausnutzen. Hier 5 unbestechliche Argumente gegen Zoos:

1. Tiere leiden in Gefangenschaft

Wer schon einmal ein Tier hinter Gittern genauer beobachtet hat, weiß es und fühlt es auch – diese Tiere sind zutiefst unglücklich und wollen nur eines – hinaus. Stressverhalten, ein gestörtes Sozialverhalten, Selbstverletzung und (psychosomatische) Krankheiten zeigen bei der Mehrheit der Tiere, dass das Leben im Zoo für sie die Hölle auf Erden ist. Um zu fühlen und zu begreifen, dass diese Tiere lieber in Freiheit leben würden, braucht man kein/e Tierpsychologe/in sein.

2. Die Artenschutz-Lüge

Zoos erklären uns, dass sie wichtige Programme zum Erhalt aussterbender Arten führen würden. Aber für Auswilderungen ist nur ein Bruchteil aller bedrohten Tierarten geeignet. Der Rest verbringt sein ganzes Leben hinter Gittern. Ein Zoo stellt somit für die meisten Tiere kein geeignetes Mittel zur Arterhaltung dar. Ihre Gefangenschaft dient nur dem Menschen, für die Tiere selbst bedeutet es Qualen und oftmals einen frühen Tod. Oder würden Sie ein Leben in Freiheit gegen eine 20x20 Meter Zelle eintauschen?

Eines der Hauptargumente der Tiergarten-BetreiberInnen ist der Lernaspekt, besonders für die Kinder. Welche Tierarten gibt es, wo leben sie, wie sehen sie aus. Aber in Wahrheit lernen unsere Kinder im Zoo vor allem eines: wie fühlende Wesen unwürdig untergebracht und ihrer natürlichen Instinkte beraubt werden. Das führt zu einer fatalen Schlussfolgerung, die bei den Kleinsten schon sehr früh angelegt wird: dass es OK sei, Tiere einzusperren. Dass das ein Irrtum ist, wissen die Kinder jedoch meist besser als Erwachsene..

4. Die Subventions-Lüge

Zoos werben damit, Geld an Artenschutz-Projekte und Umweltschutz-Programme zu spenden und somit bedrohte Tierarten zu „retten“. Richtig ist: Tiergärten bekommen sehr hohe Summen von Stadt und Land zur Verfügung gestellt, die eigentlich den Tieren zugutekommen sollten. Im Endeffekt fließen sie in Gehälter und in die Prestige-Gier von Einzelpersonen. Wertvolle Gelder, die für den Erhalt der natürlichen Lebensräume dringend gebraucht würden. So sind es wieder einmal wir Menschen, die sich an den Tieren bereichern.

5. Das Trugbild

Zoos behaupten, dass sie uns eine einzigartige Möglichkeit bieten, exotische Tierarten aus der Nähe kennenzulernen und zu „studieren“. Das ist nur bedingt richtig. Tiere hinter Gitterstäben sind nur noch ein Schatten ihrer selbst – sie haben ihr artspezifisches, natürliches Verhalten längst abgelegt und vegetieren oft nur noch träge herum. Ihr Verhalten gleicht psychologisch gesehen dem Verhalten bei einer mittelschweren bis schweren Depression.

Tiere wollen vor allem eines: ein Leben in Freiheit und Selbstbestimmung. Das bedeutet Schutz vor uns Menschen. Stellen Sie sich nur einmal vor, Sie wären auf der anderen Seite der Käfiggitter...

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