08.07.2026, Wien
Demozug gegen Tiertransporte am 29. August 2026
Gemeinsam für ein Ende des Tierleids auf der Straße und auf hoher See!
VEREIN GEGEN TIERFABRIKEN
Gemeinsam für ein Ende des Tierleids auf der Straße und auf hoher See!
Komm vorbei und zeige mit deiner Präsenz, dass dir das Schicksal von unzähligen Individuen, die jeden Tag auf Tiertransporten leiden müssen, nicht gleichgültig ist. Die Tiere brauchen jede:n Einzelne:n von uns.
Wann: Samstag, 29.08.2026, 10:00 bis 12:00 Uhr
Wir versammeln uns ab 10:00 Uhr, der Demozug startet um 10:30 Uhr.
Wo: Christian-Broda-Platz (Nähe Westbahnhof), 1060 Wien
Demoroute: Christian-Broda-Platz - Mariahilfer Straße - Platz der Menschenrechte (Abschlusskundgebung)
Was: Ein mit Abbildungen von Rindern im Tiertransporter versehener Transporter fährt die Mariahilfer-Straße entlang. Dahinter gehen Menschen, die lautstark gegen Tierleid auf Transporten demonstrieren. Zum Schluss erfolgt eine Abschlusskundgebung am Platz der Menschenrechte.
Schwangere Rinder von österreichischen Milchbetrieben werden regelmäßig nach Algerien oder in andere Tierschutz-Hochrisikostaaten verkauft. Die meisten dieser tagelangen Drittland-Exporte nehmen ihren Ausgang bei Rinder-Versteigerungshallen in ganz Österreich.
Erst im März veröffentlichte der VGT Aufnahmen von solchen Versteigerungen, die den brutalen Umgang mit den sensiblen Wiederkäuern dokumentierten. Seitdem hat sich einiges getan: Manche Rinderzuchtverbände haben nun Zutrittsbeschränkungen und Einlasskontrollen bei Versteigerungen eingeführt, die vor unserer Aufdeckung noch öffentlich zugänglich waren. Die Rinderzüchter:innen wollen ihre unmoralischen Geschäfte auf Kosten von fühlenden Lebewesen nun lieber hinter verschlossenen Türen weiterführen. Kritische Berichterstattung soll unterbunden werden. Sogar ein eigener Sicherheitsdienst wird eingesetzt, um Tierschützer:innen von den Versteigerungen fernzuhalten.
Die Exporte der schwangeren Kalbinnen nach Algerien erfolgen per LKW und Schiff. Die Rinder werden schwanger transportiert, damit sie möglichst bald nach ihrer Ankunft in Algerien ein Kalb bekommen und beginnen, Milch zu produzieren. Die männlichen Kälber werden gemästet und ohne vorherige Betäubung geschlachtet. Eine solche Tötungsmethode erwartet auch ihre Mütter nach einiger Zeit, spätestens wenn deren Milchproduktion zurückgeht. Schlachtungen ohne Betäubung sind in Tierschutz-Hochrisikostaaten wie Algerien üblich.
Lebendtiertransporte per Schiff stellen ein großes Risiko für die betroffenen Tiere dar. Zuletzt kam es im November auf der Spiridon II zu einer schrecklichen Tragödie. Von einem Einzelfall kann jedenfalls nicht die Rede sein. Ein neuer Bericht von Robin des Bois, Animal Welfare Foundation und Tierschutzbund Zürich offenbart systematische Missstände bei der globalen Tiertransport-Flotte. Viele der eingesetzten Schiffe sind marode, veraltet und weisen überdurchschnittlich häufig technische Mängel auf.
Verantwortlich für das Martyrium auf der Spiridon II soll eine österreichische Exportfirma aus dem Waldviertel sein. Diese ist eine der Exportfirmen, die fast monatlich dutzende schwangere Kalbinnen per Schiff von Österreich nach Algerien exportieren.
Schwangere Kalbinnen sind nicht die einzigen Rinder, die auf elendslangen Tiertransporten ausharren müssen. Auch wenige Wochen alte Kälber werden regelmäßig exportiert, hauptsächlich in südeuropäische Länder. Die längste Route führt über Bozen in Italien zu einer Sammelstelle in Spanien und anschließend in umliegende Mastbetriebe. Manche Kälber werden nach der Mast erneut exportiert, und zwar per Schiff nach Nordafrika oder in den Nahen Osten.
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