Teilen:

Prozess-Auftakt gegen steirischen Skandalschlachthof: Wer denkt an die Tiere?

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (11.02.2021)

Graz, 11.02.2021

Am 12.02. beginnt der Prozess wegen Gammelfleisch gegen den ehemaligen Betreiber eines Schlachtbetriebs süd-östlich von Graz. Der VEREIN GEGEN TIERFABRIKEN erinnert an die schrecklichen Tierqual-Aufdeckungen.

Schweine werden vor Schmerz brüllend mit Elektroschocks in die Betäubungsanlage getrieben. Wieder und wieder wenden die Arbeiter:innen massive Gewalt an. Selbst ein gehunfähiges Schwein wird mit dem Elektroschocker malträtiert. Doch nicht dafür steht der ehemalige Schlachthofbetreiber nun vor Gericht. Der Vorwurf lautet: Verarbeitung von „genussuntauglichem“ Fleisch. Im Betrieb soll für die Tierkörperverwertung aussortiertes Fleisch weiterverarbeitet worden sein.

Elektro-Qual und Schläge

Es braucht kein Gericht, um das Tierleid zu beurteilen. Jeder Mensch kann sich davon selbst ein Bild machen. Schon 2015 wurde der Betrieb das erste Mal aufgedeckt, 2019 erneut. Die Videoaufnahmen aus beiden Jahren zeigen die schrecklichen Zustände deutlich. In beiden Jahren erstattete der VGT umfassende Anzeige bei den zuständigen Behörden. Doch eine wirkliche Verbesserung für die Schweine und Rinder gab es offenbar bis zum Ende nicht.

Konkurs und Verkauf – aber keine Konsequenzen wegen Tierquälerei?

Nach Aufdeckung des Gammelfleisch-Skandals schloss der Betrieb und wurde schließlich auch verkauft. Heute werden dort offenbar keine Tiere mehr getötet, sondern nur mehr Fleisch verarbeitet. Ob es Konsequenzen für die jahrelange Tierqual gab, ist nicht bekannt. Uns geht es nicht in erster Linie um eine Bestrafung, sondern um eine Änderung der Praxis. Wie konnte es sein, dass die Vorwürfe von 2015 vier Jahre später immer noch quasi genau gleich zu sehen waren?, fragt sich David Richter. Ein Vergleich der beiden Jahre ist hier zu finden: Skandalschlachthof 2015 und 2019

Tierleid in den Fokus

Gammelfleisch schockiert viele Menschen und rüttelt am Vertrauen der Fleisch-Konsument:innen. Kein Mensch will vergammeltes Fleisch essen, aber es will auch kein Mensch, dass Tiere am Schlachthof mit Elektroschocks und Schlägen gequält werden, so Richter. Das Tierleid in Schlachthöfen wie diesem muss endlich genauso in den Mittelpunkt rücken und die Aufmerksamkeit bekommen, die es verdient.

Der VGT fordert eine Verbesserung des Schlachthof-Kontrollsystems und eine gesamtgesellschaftliche Abkehr von dieser Fleischindustrie.

Tierschützer:innen werden vor dem Prozessauftakt am 12.2. beim Gerichtsgebäude einen Protest abhalten.
8:00-9:15; Conrad-von-Hötzendorf-Straße 41, 8010 Graz

21.05.2026, Wien/Steiermark

VGT an Styriabrid-Obmann Kaiser: bitte lesen Sie die Verordnung zur Schweinehaltung

Josef Kaiser hatte Medien erklärt, er wüsste nicht, worauf sich der VGT beziehe; Punkt 2.1 der Anlage 5 der 1. Tierhaltungsverordnung ist eindeutig: angenehmer Liegebereich

20.05.2026, Guntersdorf/Wien

VGT gibt echte Einblicke in den Tierschutzunterricht

Unterricht des VGT beliebt wie eh und je, Rückmeldungen von Lehrpersonen und von Kindern durchwegs positiv

20.05.2026, Wien

Steiermark: FPÖ und ÖVP schmettern Grünen Antrag im Landtag gegen Vollspalten ab

Die steirische Landesregierung ist nicht einmal bereit, Tierwohlfleisch in Landesküchen oder den Umbau der Schweinebetriebe weg vom Vollspaltenboden zu fördern

19.05.2026, Steiermark

VGT erstattet 1025 Anzeigen gegen Vollspalten-Schweinefabriken in der Steiermark

Es besteht der Verdacht, dass keiner dieser Betriebe allen Schweinen einen physisch angenehmen Liegebereich bietet, wie gesetzlich seit Juli 2022 vorgeschrieben

13.05.2026, Wien

Wir gewinnen Bronze beim VAMP Award!

Ein großer Erfolg für den VGT und den Tierschutz

12.05.2026, Österreich

Einblicke in den VGT-Tierschutzunterricht

Unterrichtsbeispiele für unterschiedliche Schulstufen - kreativ, interaktiv und altersgerecht!

12.05.2026, Wien

Rechtskräftig: Schweinefabriksbesitzer Hardegg darf VGT nicht terroristisch nennen

Hardegg hat das Urteil des Handelsgerichts Wien anerkannt: der VGT darf nicht „terroristische Vereinigung“ genannt werden und Hardegg muss dem VGT € 5.423,48 bezahlen

08.05.2026, Wien

Gemeinsam für Tiermütter – VGT-Aktion im Herzen Ottakrings

Der VGT macht heute den Yppenplatz zum Aktivismus-Hotspot