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Wildtierfotograf Leopold Kanzler begeistert mit Tierbildern und -erzählungen

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (07.03.2024)

Wien, 07.03.2024

Start der Vortragsreihe zum Volksbegehren „Für ein Bundes-Jagdgesetz“ war ein voller Erfolg

Mehr als 50 Teilnehmer:innen durften am 05.03.2024 den Tag beim 1. Event im Rahmen der Vortragsreihe Tierschutz, Artenschutz, Bundes-Jagdgesetz – Die Vortragsreihe zum Volksbegehren ausklingen lassen. Der sehr kurzweilige Vortrag von Wildtierfotograf Leopold Kanzler hat in vielerlei Hinsicht berührt. Neben technischen Inputs und Tricks erzählte er die Geschichte hinter den Fotos, wie er beispielsweise eine Beziehung zu seinen Modellen aufbaut, damit seine faszinierenden Fotos gelingen können. Er erzählte die Geschichte von einem Biber am Marchfeldkanal, mit dem er Freundschaft schloss und der sich sogar von Leopold kraulen ließ, aber auch von einer neugierigen Ratte, die sich über die ausgelegten Haferflocken hermachte und sehr interessiert zu Leopold schaute, wobei ihm ein großartiges Foto des interessierten Blicks der Ratte gelang.

Einer der Höhepunkte des Abends war sicherlich die Geschichte einer Fuchsfamilie, bei der Leopold zunächst mit einer Fuchsfrau Kontakt aufnahm und diese ihr Vertrauen zum Fotografen ihrem Partner demonstrierte, indem sie sich zu vor Leopolds Füßen legte. Das Fuchspaar bekam auch drei Fuchskinder. Leopold betonte, dass er trotz großer Neugier nicht den Fuchsbau aufsuchte, weil ihm die Wahrung der Privatsphäre der Fuchsfamilie sehr wichtig war. Er betonte, dass die Arbeit mit der Kamera und mit Wildtieren für ihn sehr viel mit Respekt vor den Modellen zu tun habe. Leopold Kanzlers Fotos erzählen Geschichten und können hier bestaunt werden.

Für die musikalische Umrahmung des Abends sorgten Ursula Bittner und Natale Acri (Priceless). (Hörprobe) Mit Coverversionen bekannter Lieder sorgten die beiden Musiker:innen für die richtige Stimmung für die teilweise recht schwere Kost, denn Leopold erzählte auch von der Schattenseite des Fuchslebens, nämlich der Jagd: Während die Fuchseltern fleißig ihre Jungen versorgten, bemerkte Leopold, dass plötzlich der Fuchsvater fehlte, ein paar Wochen später die Mutter und schließlich auch die Kinder. In der Nähe fand er einen Luderplatz, wo Jäger:innen Füchse mit z.B. toten Rehen anlocken, um sie dann in Fallen zu fangen und sie zu töten. Dieses traurige Erlebnis veranlasse Leopold, sich für Wildtiere zu engagieren und auf die Bejagung dieser aufmerksam zu machen.

Zum Abschluss der Veranstaltung präsentierte Leopold Kanzler sein neuestes Projekt aus dem letzten Jahr: Ein Video mit einer Serie von Feldhasenfotos, unterlegt mit dem Song Hasengebet von Reinhard Mey aus dem Jahr 1994. Für dieses Projekt hat Leopold Kanzler die Hasen ein ganzes Jahr lang mit der Kamera verfolgt, bis die Tiere schließlich alle im Herbst bei einer Treibjagd von Jäger:innen getötet wurden. Neben den zahlreichen Opfern der Jagd ist auch zu beklagen, dass nach dieser Jagd der wildtierbegeisterte Fotograf keinen einzigen Feldhasen mehr vor die Linse bekommen hat.

Jetzt unterschreiben

Diese Geschichten sind leider traurige Realität, viele Tiere werden unnötig und nur zur Belustigung der Jäger:innen erschossen, denn der Abschuss von Feldhasen dient schon lange nicht mehr der Ernährung des Menschen, sondern ist für Jäger:innen nicht mehr als ein tödliches Hobby. Füchse werden verfolgt, weil ihnen nachgesagt wird, dass sie die Tiere erbeuten, welche eigentlich die Jäger:innen jagen möchten. Um diesem Unsinn ein Ende zu setzen, ist es wichtig, das Volksbegehren Für ein Bundes-Jagdgesetz zu unterstützen – der VGT fordert eine Jagd, die sich an Ökologie und Tierschutz orientiert. Bitte unterschreiben Sie das Volksbegehren und ezählen Sie Ihren Freund:innen und Ihrer Famile davon: vgt.at/bundesjagdgesetz.

Das nächste Event der Vortragsreihe, Bejagung großer Beutegreifer von Prof. Kurt Kotrschal, findet am 25.4. um 18 Uhr 30 im Dachatelier der VinziRast statt. Anmeldung: events(ät)vgt.at

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