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FPÖ und ÖVP wollen Tierquälereien in Tierfabriken und Schlachthöfen vertuschen

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (29.01.2025)

Wien, 29.01.2025

VGT-Aktion zeigt Kickl beim Versuch, Fotos aus Tierfabriken zu verhindern – Gesetzesvorschlag sieht 2 Jahre Haft für das Filmen von Tieren in Betrieben vor

Es ist nicht neu, die beiden Parteien FPÖ und ÖVP verfolgen dieses Ziel schon länger. Das Filmen in Tierfabriken schädigt die Tierindustrie. Aufnahmen leidender Schweine auf Vollspaltenboden, angeketteter Rinder in völlig verkoteten Ställen und Masthühner, die von Traktoren überfahren werden, bewegen die Gesellschaft. Wieso wird nicht ausreichend kontrolliert, wieso gibt es nicht strenge Gesetze zum Schutz der Tiere, kann man so ein Billigfleisch überhaupt noch essen? Diesen Fragen will die Tierindustrie ausweichen und deshalb erfindet sie ein Bedrohungsszenario radikaler Tierschützer:innen, die in Tierfabriken und Schlachthöfen einbrechen und so die Kinder der Betriebsleiter:innen erschrecken. In Wahrheit erschrickt kein Kind, in Wahrheit bricht niemand ein, in Wahrheit gibt es weder einen Schaden noch eine Spur der Personen, die diese Aufnahmen machen. Die Betreiber:innen merken von den Aufnahmen ihres Betriebs erst, wenn sie öffentlich werden. Der Schaden ist also ausschließlich, dass die Bilder und Filme an die Öffentlichkeit gelangen und dort die Konsument:innen objektiv informieren. Und das will die neue Regierung unter FPÖ-Volkskanzler Kickl nicht, der damit dem Volk die Wahrheit vorenthalten möchte. Tierschutz soll kriminalisiert werden, und Vereine wie der VGT, der diese Aufnahmen veröffentlicht, aufgelöst.

Deshalb hat der VGT heute einen Aktivisten mit Kickl-Maske vor dem Parlament Tierschützer:innen wegstoßen und daran hindern lassen, Fotos aus Tierfabriken zu zeigen. Auch ein Kameramann wurde von ihm abgehalten. Dieses Tierqualvertuschungsgesetz ist bereits in der Pipeline der FPÖ-ÖVP Regierung. Beide Parteien buhlen ja darum, Sprachrohr der Tierindustrie zu sein. Beide wollen die ersten sein, die unbequeme Tierschutzvereine beseitigen.

Zur Petition

VGT-Obperson DDr. Martin Balluch kennt die Kriminalisierung von Tierschutzarbeit aus erster Hand: Im Jahr 2008 hat man den Mafiaparagraphen gezückt, um uns zu bespitzeln, zu observieren und zu verfolgen. Der VGT hat überlebt und ist stärker denn je. Jetzt versucht man es erneut. Ein Gesetz, das investigativen Journalismus in Tierfabriken und Schlachthöfen kriminalisiert, zielt direkt auf den VGT ab, der derartige Aufnahmen veröffentlicht. Mit einer Strafdrohung von 2 Jahren Haft kann man uns die Polizei auf den Hals hetzen, die uns erneut bespitzelt und verfolgt. Das Ziel ist, den VGT zu zerschlagen. Und dazu sind der FPÖ alle Mittel recht, zumal sie ja ihrem Vorbild Orban nacheifert, der sämtliche kritischen Tierschutzorganisationen mit einer Reihe von Gesetzen und Maßnahmen in Ungarn vernichtet hat. Seitdem ist dort der Tierschutz auf Tierheimarbeit reduziert und politisch tot. Das wünscht sich Kickl auch in Österreich!

Pressefotos (Copyright: VGT.at)

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