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VGT zeigt auf: noch immer fließen Millionen Steuergelder in den Schweine-Vollspaltenboden

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (19.03.2025)

Wien, 19.03.2025

Die Bevölkerung will zu 92 %, dass Schweine Stroh haben, wird aber mit semantischen Tricks gezwungen, die Vollspaltenhaltung zu finanzieren – sogar im Neubau!

Im Rechnungshofbericht Landwirtschaftliche Nutztierhaltung – Förderungen und Tierschutzkontrollen von 2024 werden die Förderungen zwar nur bis 2022 analysiert. Da ist (auf Seite 45) aber von 13 Millionen Euro Steuergeld die Rede, das für Neubauten von Schweinebetrieben 2014–2022 ausgegeben worden ist. Man würde hoffen, dass das sauer verdiente Geld der Menschen ihrem Willen entsprechend ausschließlich in den Neubau von Tierwohlstallungen mit Stroh investiert wurde. Aber Fehlanzeige. Strohställe machten nur 33 % aus, ganze 67 % flossen in den Vollspaltenboden! In den untersuchten Bundesländern mit besonders großer Schweineindustrie, Oberösterreich und Steiermark, waren es sogar nur 29 % bzw. 24 %. Bei Rindern (81 % Tierwohl) und Hühnern (88 % Tierwohl) sieht die Situation dagegen viel besser aus. Leider ist dieser Trend im Schweinebereich bis heute ungebrochen.

Laut Sonderrichtlinie des Landwirtschaftsministeriums zur Umsetzung von Projektmaßnahmen der Ländlichen Entwicklung im Rahmen des GAP Strategieplans Österreich 2023–2027 können Schweinebetriebe Investitionsförderungen von 20 % für Vollspaltenbodenhaltungssysteme von einem Gesamtvolumen von € 400.000 erhalten, Junglandwirt:innen oder Bergbauernbetriebe sogar 25 %. Zwar wird seitens der Propagandaabteilung der Schweineindustrie weiter propagiert, dass seit 2023 keine neuen Vollspaltenboden-Schweinefabriken mehr errichtet werden dürfen, doch das ist falsch. Es dürfen keine unstrukturierten Vollspaltenbodensysteme mehr errichtet werden. Betonung auf unstrukturiert. Strukturierte Vollspaltenbodensysteme werden weiterhin ungebrochen von der Allgemeinheit im Neu- und Umbau zu 20–25 % mitfinanziert. Auch wenn 92 % der Menschen klar ihren Wunsch deklariert haben, dass Schweine auf Stroh liegen können sollen.

Deshalb zeigte der VGT heute vor dem Bundeskanzleramt in Wien einen Tierschützer als Schweinelandwirt mit Schweinen auf Vollspaltenboden, der von einem Tierschützer mit Maske des Landwirtschaftsministers Totschnig mit Geld überschüttet wird. Das Landwirtschaftsministerium gibt nämlich die Rahmenbedingungen für diese Subventionen vor, auch wenn die Länder das Geld bewilligen.

VGT-Obperson DDr. Martin Balluch dazu: Wir brauchen bis 1. Juni 2025 eine klare Weichenstellung für die Schweinehaltung. Dazu gehört nicht nur eine verpflichtende Stroheinstreu mit doppeltem Platzangebot ab 2033, sondern auch ein Ende jeglicher Förderungen für den Vollspaltenboden. Zur Investitionsförderung kommen ja auch z.B. Flächenförderungen hinzu, die Schweinebetriebe beziehen, die ihr eigenes Futter anbauen. Neu- und Umbauten sollten ab sofort nur mehr mit verpflichtender Stroheinstreu ausgeführt werden dürfen. Es wäre ganz leicht, diese Umstellung zu erreichen, würde man auf die Mehrheitsmeinung der Bürger:innen im Land hören und deren Geld in diesen Umbau statt in den Vollspaltenboden investieren!

Pressefotos (Copyright: VGT.at)

11.09.2026, Klagenfurt

Einladung Klagenfurt: 2 Personen 11 Std auf Schweine-Vollspaltenboden

Einer der Tierschützer:innen wird auf einem klassischen Vollspaltenboden sitzen, der 2034/2038 verboten wird, die andere auf der Neuversion des Vollspaltenbodens, die kein Ablaufdatum hat

10.09.2026, Färöer

Waljagd auf den Färöer-Inseln: VGT spricht mit Walfänger

Heuer wurden schon über 800 Grindwale auf den Färöer-Inseln massakriert – die zu Dänemark gehörende Inselgruppe beruft sich auf Tradition

09.09.2026, Wien

Noch immer kein Schweine-Vollspaltenbodenverbot: VGT-Protest beim Ministerrat

Der VGT erinnert die Regierung daran, dass im Tierschutzgesetz festgelegt ist, dass es ab Ende 2026 einen neuen Mindeststandard für die Haltung von Schweinen geben muss

08.09.2026, Wien

Pferde leiden weiter in der Hitze. Über 100.000 Menschen kämpfen gegen Fiaker in der Innenstadt

Tierschutzorganisationen fordern runden Tisch: Damit im kommenden Jahr keine Pferde mehr unter Hitze, Verkehr und Stress in der Wiener Innenstadt leiden müssen

01.09.2026, Wien

VGT trauert um Legehennen-Pionier Toni Hubmann

Toni Hubmann war Vorreiter in der Legehennenhaltung, auf ihn gehen die strukturierte Weide, das Ende des Schnabelkupierens, das Sandbad, der Wintergarten und die Einstreu-Nester zurück

31.08.2026, Dalsbu, Island

VGT präsentiert aktuelle Fotos von letzter Pelzfarm in Island – fordert Ende

12.000 amerikanische weiße und schwarze Nerze in winzigen Drahtgitterkäfigen – in Österreich kam bereits 1998 das weltweit erste Pelzfarmverbot und löste europaweit Verbote aus

28.08.2026, St. Pölten-Land

400 Menschen versammeln sich gegen Tierquälerei in Traismauer

Überwältigendes Signal in Traismauer, NÖ, aus der Bevölkerung: Tierleid darf nicht länger toleriert werden

28.08.2026, Wien

Einladung zu Demozug gegen qualvolle Tiertransporte am 29. August 2026

VGT demonstiert für ein Ende des Tierleids auf der Straße und auf hoher See

VGT zeigt auf: noch immer fließen Millionen Steuergelder in den Schweine-Vollspaltenboden

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (19.03.2025)

Wien, 19.03.2025

Die Bevölkerung will zu 92 %, dass Schweine Stroh haben, wird aber mit semantischen Tricks gezwungen, die Vollspaltenhaltung zu finanzieren – sogar im Neubau!

Im Rechnungshofbericht Landwirtschaftliche Nutztierhaltung – Förderungen und Tierschutzkontrollen von 2024 werden die Förderungen zwar nur bis 2022 analysiert. Da ist (auf Seite 45) aber von 13 Millionen Euro Steuergeld die Rede, das für Neubauten von Schweinebetrieben 2014–2022 ausgegeben worden ist. Man würde hoffen, dass das sauer verdiente Geld der Menschen ihrem Willen entsprechend ausschließlich in den Neubau von Tierwohlstallungen mit Stroh investiert wurde. Aber Fehlanzeige. Strohställe machten nur 33 % aus, ganze 67 % flossen in den Vollspaltenboden! In den untersuchten Bundesländern mit besonders großer Schweineindustrie, Oberösterreich und Steiermark, waren es sogar nur 29 % bzw. 24 %. Bei Rindern (81 % Tierwohl) und Hühnern (88 % Tierwohl) sieht die Situation dagegen viel besser aus. Leider ist dieser Trend im Schweinebereich bis heute ungebrochen.

Laut Sonderrichtlinie des Landwirtschaftsministeriums zur Umsetzung von Projektmaßnahmen der Ländlichen Entwicklung im Rahmen des GAP Strategieplans Österreich 2023–2027 können Schweinebetriebe Investitionsförderungen von 20 % für Vollspaltenbodenhaltungssysteme von einem Gesamtvolumen von € 400.000 erhalten, Junglandwirt:innen oder Bergbauernbetriebe sogar 25 %. Zwar wird seitens der Propagandaabteilung der Schweineindustrie weiter propagiert, dass seit 2023 keine neuen Vollspaltenboden-Schweinefabriken mehr errichtet werden dürfen, doch das ist falsch. Es dürfen keine unstrukturierten Vollspaltenbodensysteme mehr errichtet werden. Betonung auf unstrukturiert. Strukturierte Vollspaltenbodensysteme werden weiterhin ungebrochen von der Allgemeinheit im Neu- und Umbau zu 20–25 % mitfinanziert. Auch wenn 92 % der Menschen klar ihren Wunsch deklariert haben, dass Schweine auf Stroh liegen können sollen.

Deshalb zeigte der VGT heute vor dem Bundeskanzleramt in Wien einen Tierschützer als Schweinelandwirt mit Schweinen auf Vollspaltenboden, der von einem Tierschützer mit Maske des Landwirtschaftsministers Totschnig mit Geld überschüttet wird. Das Landwirtschaftsministerium gibt nämlich die Rahmenbedingungen für diese Subventionen vor, auch wenn die Länder das Geld bewilligen.

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Pressefotos (Copyright: VGT.at)

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