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Osterregen brachte Krötensegen in Hernals

Wien, 07.04.2026

Auch der seltene Alpenkammmolch ist am Amphibienschutzzaun Hanslteich wieder aufgetaucht

Der lang erwartete Regen am Osterwochenende fiel zwar sehr kurz aus, aufgrund der warmen Temperaturen hatten die Amphibien aber endlich die Möglichkeit, in großen Zahlen zu den Laichgewässern aufzubrechen. Am Hanslteich, wo der VEREIN GEGEN TIERFABRIKEN seit 7 Jahren einen Amphibienschutzzaun mittels Zaun-Kübel-Methode betreut, konnten zahlreiche Erdkröten, Feuersalamander, Molche und Braunfrösche über die Straße gebracht werden. Auch zwei Exemplare des äußerst seltenen Alpenkammmolchs wurden heuer bereits dokumentiert. Insgesamt sind es in der heurigen Saison über 300 Tiere, die durch die Hilfe der Freiwilligen sicher über die Straße gebracht werden konnten, anstatt von Autos überfahren zu werden.

Um die Sicherheit der Tiere nachhaltig zu gewährleisten, soll sowohl am Schottenhof als auch am Hanslteich noch heuer ein Tunnel mit fixem Leitsystem gebaut werden. Das hat der Bezirksvorsteher von Hernals, Peter Jagsch, Ende Februar im Zuge einer Demonstration des VGT vor der Bezirksvertretungssitzung, verkündet. Diese Tunnel sind für die wechselwarmen Tiere überlebenswichtig, denn es werden von Jahr zu Jahr weniger.

Der VGT appelliert nicht nur an die Autofahrer:innen, sondern auch an alle Gartenbesitzer:innen in ganz Österreich, die ohnehin geschwächten Tiere nicht zu gefährden. Die größte Gefahr für Amphibien im Garten ist der Einsatz von Pestiziden. Mähroboter fügen nicht nur Amphibien, sondern auch Igeln und vielen anderen Tieren schwerste Verletzungen zu - besonders nachts, wenn die meisten Tiere unterwegs sind. Mähroboter sollten zu dieser Zeit keinesfalls mehr betrieben werden. Die größte Gefahr für die Tiere bleibt aber der Mensch. 

Projektleiterin Mag.a Heidi Lacroix macht das achtlose Verhalten gegenüber Amphibien zornig: „Uns werden laufend Geschichten von Gartenbesitzer:innen aus ganz Österreich zugetragen, die im Frühjahr den Laich aus ihren Privatteichen einfach entfernen, vernichten und lebende Tiere irgendwo in den Wald oder „über die Böschung“ werfen. Das ist nicht nur strengstens verboten und mit hohen Strafen belegt – für die Tiere endet ein derartiges Vorgehen meist tödlich. Die Erdkröte schadet wirklich niemandem, sie hat auch keinen Paarungsruf, an dem man sich stören könnte. Im Gegenteil, die Amphibien im Garten sind sogar sehr nützlich – sie essen ungebetene Schnecken weg, und auch die Gelsenlarven werden stark dezimiert. Wenn die Tiere fertig entwickelt sind, verlassen die meisten die Teiche und kommen erst im nächsten Frühjahr wieder. Bitte lassen Sie die seltenen Amphibien und ihre Nachkommen am Leben!“

Der VGT wird den Schutzzaun am Hanslteich bis Anfang Mai betreuen und dankt allen Freiwilligen, die sich gemeinsam mit uns auch heuer dieser schönen und erfüllenden Aufgabe widmen!

Mehr Infos zum Amphibienschutzprojekt Hanslteich

Pressefotos (Copyright: VGT.at)

 

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