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VGT fordert anlässlich Hitzewelle: Keine Fiakerfahrten in Wien

Wien, 26.06.2026

Die momenanten Regelungen reichen nicht aus, um Pferde vor der Hitze zu schützen.

Seit Jahren macht der VGT die Wiener Stadtpolitik auf das Pferdeleid bei Hitze in der Wiener Innenstadt aufmerksam. Für das Wochenende ist eine Extrem-Hitzewelle von bis zu 40 Grad erwartet.

Die momentane 35-Grad-Regelung erweist sich als zahnlos. Gemessen wird die Temperatur nicht direkt an den Standplätzen, wo die Pferde teils in der prallen Sonne auf einem Untergrund stehen, der die Hitze noch verstärkt und speichert, sondern im Schatten. Erfahrungsgemäß erreicht die Temperatur noch vor dem Wirksamwerden der Hitzefrei-Regel vor Ort bei den Standplätzen Temperaturen um die 38 Grad, der Boden heizt sich auf um die 50 Grad auf.

Laut einer Studie aus Kanada, die bereits 2010 veröffentlicht wurde, überhitzen Pferde bis zu zehnmal schneller als Menschen und sind deutlich anfälliger für die negativen Auswirkungen von Hitzestress.

Der VGT appelliert an die Fiakerunternehmen, am Wochenende, wo das Hitzefrei auf jeden Fall erreicht werden wird und die Temperaturen 35 Grad weit überschreiten werden, gar nicht erst auszufahren. Ansonsten droht den Pferden eine circa einstündige Heimfahrt bei über 35 Grad durch den dichten Stadtverkehr.

VGT-Fiaker-Campaigner Georg Prinz dazu: „Es ist ein Irrsinn, dass die Pferde an extremen Hitzetagen, wie an diesem Wochenende, überhaupt in die Stadt fahren müssen, wenn sich bereits abzeichnet, dass die Hitzefrei-Grenze von 35 Grad auf jeden Fall erreicht werden wird und die Kutschen danach wieder heimfahren müssen. Während sich die Stadt weiter aufheizt, müssen die Pferde dann beim Hitze-Maximum die Heimfahrt antreten.“

Der VEREIN GEGEN TIERFABRIKEN fordert eine echte Hitzefrei-Regelung ab 30 Grad für Wiens Fiakerpferde, Schatten an allen Standplätzen, Messung direkt bei den Standplätzen und keine Ausfahrt, wenn bereits klar ist, dass die Temperaturhöchstmarke überschritten sein wird. Die entsprechende Petition des VGT wurde bereits 65.000 Mal unterschrieben.

Prinz weiter: „In Städten wie Berlin und Brügge (Belgien) gibt es bereits ein Hitzefrei ab 30 Grad, in Rom ein Fahrverbot während der heißesten Stunden. In Prag und Brüssel wurden Pferdekutschen bereits ganz verboten. Dass Pferde bei diesen Temperaturen zur Belustigung von Tourist:innen Kutschen ziehen müssen, ist einer Stadt wie Wien unwürdig. Wir fordern die zuständigen Stadträt:innen Ulli Sima (Verkehr) und Jürgen Czernohorszky (Tierschutz) auf, hier nicht länger zuzusehen, sondern endlich Maßnahmen für den wirksamen Schutz dieser Tiere zu ergreifen!"

Pressefotos (Copyright: VGT.at)

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