Teilen:

Kongress für Alternativen zu Tierversuchen - Linz 2006

Hinweis: Der Inhalt dieses Beitrags in Wort und Bild basiert auf der Faktenlage zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (09.06.2006)

Wien, 09.06.2006

VGT-Obmann DDr. Martin Balluch sprach über die Grundrechte von Tieren. Von 2. bis 4. Juni fand an der Universität Linz der 13. Kongress für Alternativen zu Tierversuchen statt. Der Kongress ist die weltweit zweitwichtigste Veranstaltung zu diesem Thema. Die ca. 220 TeilnehmerInnen der Fachtagung kamen aus 25 europäischen Ländern sowie Australien, USA, Kanada und Sri Lanka.

VGT-Obmann DDr. Martin Balluch spricht über die Grundrechte von Tieren

Von 2. bis 4. Juni fand an der Universität Linz der 13. Kongress über Alternativen zum Tierexperiment statt. Dieses regelmäßig vom österreichischen Verein ZET (Zentrum für Ersatz- und Ergänzungsmethoden zu Tierversuchen) in Linz organisierte Meeting ist nach dem internationalen Tierversuchsalternativenkongress die weltweit zweitwichtigste Veranstaltung zu diesem Thema. Die Bedeutung des Kongresses wurde in diesem Jahr auch dadurch unterstrichen, dass es eine offizielle Veranstaltung im Rahmen der österreichischen EU-Präsidentschaft war und dass ECVAM, eine Teilorganisation der EU-Kommission, die für die Validierung von Alternativen zu Tierversuchen zuständig ist, als Mitorganisatorin auftrat. Die TeilnehmerInnen kamen aus 25 europäischen Ländern sowie Australien, USA, Kanada und Sri Lanka. Kongresssprache war Englisch.

Der inhaltliche Input des Kongresses lässt sich in drei Themenbereiche gliedern: Biomedizin, Politik und Ethik. Die biomedizinischen Vorträge und Posters handelten von neuesten Forschungsergebnissen und -ansätzen. Sie richteten sich in Sprache und Inhalt an ein biomedizinisches Fachpublikum und waren daher in einigen Fällen für interessierte Laien nur sehr schwer verständlich. Die politischen und ethischen Beiträge hatten ebenfalls hohe Qualität. Die Vortragenden kamen meist direkt aus der Praxis und konnten von ihren eigenen Erfahrungen und Beobachtungen berichten und so für die Tierschutzarbeit höchst relevante Informationen vermitteln.

Neben den Vorträgen wurden auch durch Poster (Plakate) Inhalte transportiert. In einem eigenen Bereich waren diese Poster ausgestellt, die jeweils ein bestimmtes Thema, ähnlich den Vorträgen abhandelten. In eigens reservierten Zeiten, sogenannten „Postersessions“, konnte mit den jeweiligen AutorInnen der Poster diskutiert werden.

Lesen Sie mehr zu einzelnen Beiträgen am Kongress.

VGT-Obmann Martin Balluch hielt einen Vortrag über das Lebensrecht von Tieren. Er erläuterte seine wissenschaftliche Arbeit zu diesem Thema, die auch als Buch unter dem Titel "Die Kontinuität von Bewusstsein" erschienen ist. Seine Ausführungen sind auf großes Interesse im wissenschafltichen Publikum gestoßen. Das Buch kann übrigens im VGT-Shop online bestellt werden.

Sehr positiv im Sinne einer weltoffenen und tierfreundlichen Gesinnung war auch zu vermerken, dass die KongressteilnehmerInnen immer auch das Angebot vegetarischer und veganer Bewirtung, wie etwa Sojamilch für den Kaffee, in Anspruch nehmen konnten.

Bei diesem Kongress kristallisierte sich heraus, dass Österreich anderen Ländern im Tierversuchsbereich enorm hinterherhinkt. Das österreichische Tierversuchgesetz ist alt und wird internationalen Standards nicht mehr gerecht. Es wäre eine Totalreform schnellstens notwendig. Enormen Aufholbedarf gibt es auch im Bereich der Ausbildung. Während international eine enorme Anzahl von Ausbildungsmethoden in Studien wie Veterinärmedizin, Biologie, Humanmedizin und Pharmazie entwickelt wurden, die nicht nur tierethischen Standards genügen, sondern auch effizienter und nachhaltiger Inhalte vermitteln können, bleiben die österreichischen Universitäten weiterhin alten Methoden mit Versuchstieren verhaftet. Es wäre im Sinne der Tiere und der Qualität unserer Ausbildung wünschenswert wenn Österreich hier Anschluss an die europäischen Standards fände.

Der nächste Kongress findet voraussichtlich bereits im September 2007 statt.

16.04.2026, Wien/Dänemark

VGT präsentiert neues Videomaterial von Vollspaltenboden Mindeststandard ab 2034/2038

Neue Aufnahmen aus Dänemark, dem größten Schweineproduzenten Europas, wo der Österreichische Mindeststandard ab 2034/2038 bereits seit 2015 gilt, zeigen unendliches Tierleid

09.04.2026, Salzburg

Stadt Salzburg verschweigt: Fütterungsverbot in Augsburg hat Ausnahmen für Fütterungsplätze

Der Amtsbericht „Stadttaubenkonzept“ der Stadt Salzburg offenbart, dass wichtige Informationen vor der Öffentlichkeit zurückgehalten werden und die artgerechte Fütterung der Stadttauben bis zum Einzug in die Taubenschläge an kontrollierten Fütterungsplätzen so verhindert wird.

09.04.2026, Gmünd

Gmünder Lachsfabrik steht still

Der Bau der Lachszuchtanlage hat noch nicht begonnen. Proteste gegen andere Lachsfabriken gibt es in mehreren europäischen Ländern

Das Bild zeigt einen (ehemaligen) Mitarbeiter der Schweinefabrik

09.04.2026, Wien/Großkadolz

Oberlandesgericht Wien: Schweinefabriksbesitzer Hardegg darf VGT nicht beleidigen

Einstweilige Verfügung: die Bezeichnung als „terroristische Vereinigung“ sei eine unwahre und rufschädigende Tatsachenbehauptung, die Hardegg unterlassen müsse

08.04.2026, Baden

Pflanzenmilchfest am 30. Mai 2026

Entdecke die bunte Welt der Pflanzenmilch - mit Workshops, Kinderprogramm, Verkostungen und spannenden Infos rund um nachhaltige Ernährung. Eintritt frei für Groß und Klein!

08.04.2026, Wien

SLAPP-Prozess: VGT eröffnet Petition an SPAR, aus Vollspaltenfleisch auszusteigen

SPAR hat den VGT im Juli 2022 (!) wegen dessen Kritik am Verkauf von Schweinefleisch aus Haltung auf Vollspaltenboden geklagt; der Prozess läuft noch immer

07.04.2026, Wien

Osterregen brachte Krötensegen in Hernals

Auch der seltene Alpenkammmolch ist am Amphibienschutzzaun Hanslteich wieder aufgetaucht

03.04.2026, Wien

Parfums ohne Tierleid: Vegane und tierversuchsfreie Düfte

Bei Düften und Parfums ist oft nicht auf den ersten Blick klar erkennbar, ob diese vegan und tierversuchsfrei sind. Häufig werden dabei tierliche Inhaltsstoffe traditionell bereits seit Jahrhunderten eingesetzt und sind Nebenprodukte von anderen Formen der Tierausbeutung, wie zum Beispiel der Jagd, der Pelzproduktion oder der Imkerei. Wir geben einen Überblick.